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Film studieren

Autor:
Conny

Rubrik:
studium

12.10.2018

Das Studium an der Filmhochschule unterscheidet sich sehr von dem an einer normalen Universität. Abgesehen von der Anzahl der Studierenden, die mit insgesamt 400 sehr überschaubar ist, gibt es bei uns nur wenige Module, in denen Vorlesungen stattfinden, stattdessen sind Seminare die Regel.
An der HFF München gibt es fünf Studiengänge, die man im Hauptfach studieren kann. Das sind Spielfilm, Dokumentarfilm, Film- und Fernsehproduktion, Drehbuch und Kamera. Dazu kommen noch Medienwissenschaften und Technik, die als Grundlagenfächer für die Studierenden aller Fachabteilungen verpflichtend sind. Hier gibt es sogar Tests und mündliche Prüfungen, was sonst nur selten vorkommt. Denn hier werden lediglich die kreativen Studienarbeiten bewertet. Medienwissenschaften umfasst vor allem Film- und Fernsehgeschichte, diverse Medientheorien und Filmanalyse, während Technik das theoretische wie praktische Erlernen von Kamera-,Ton-, Licht- und Fernsehtechnik beinhaltet.
An der HFF München schließen wir zudem mit einem künstlerischen Diplom, nicht mit einem Bachelor oder Master ab. Das war einer der wesentlichen Gründe, weshalb ich in München studieren wollte. Neun Semester am Stück studieren zu können, ohne sich nach drei Jahren nochmal bewerben zu müssen, finde ich für den Studienverlauf in einem künstlerischen Fach viel gewinnbringender. Ein kleiner Nachteil ist allerdings, dass das Vordiplom, das man nach fünf Semestern ablegt, nicht offiziell berufsqualifizierend ist. Ich muss also die neun Semester absolvieren. Im Grundstudium, welches fünf Semester umfasst, herrscht Anwesenheitspflicht. Erst ab dem Hauptstudium wird das etwas gelockert, auch kann man sich Module selbst zusammenstellen.
Insgesamt ist die HFF München für eine künstlerische Hochschule also recht streng und schulisch organisiert, ich finde, das bringt aber auch Vorteile.

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