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Bachelor live

Die ersten Wochen im Studium

Der Einstieg ins Architektustudium wurde mir sehr leicht gemacht: Die Fachschaft an der Münster of School (MSA) hat für die Erstsemestler sehr viel organisiert, damit wir einen guten Start haben. In der Erstiwoche wurden wir in Gruppen eingeteilt und bekamen Mentoren aus dem dritten Semester, die uns begleiteten. So lernte ich viele neue Leute kennen, die alle aufgeschlossen und freundlich waren. Da wir 153 Erstis sind, konnte ich nicht jeden kennenlernen, aber jeden Tag ein paar neue Leute. Nach der Erstiwoche begannen nicht sofort die Vorlesungen, stattdessen hatten wir Einführungsworkshops zu den Computerprogrammen InDesign, Illustrator und Photoshop, die wir im Studium brauchen werden.
Als ich dann noch die Werkstatts- und Bibliothekseinführungen machte, standen mir alle Türen offen: ich durfte selbstständig und wann ich wollte in die Computerräume, in die Werkstatt, in den Aufenthaltsraum und in die Bibliothek. Direkt in der zweiten Woche merkte ich auch, dass das notwendig war: ich hatte zwei Projekte bekommen, die ich jeweils zusammen mit einem Partner in der darauffolgenden Woche vorstellen musste.
Ich erinnerte mich an das, was mir alle gesagt haben, als ich noch überlegte, ob ich Architektur studieren sollte. Es sei sehr viel Arbeit und man wäre oft länger am Campus, als es der Stundenplan zeigt. Am zweiten Abend, an dem ich mit meinem Projektpartner bis 23 Uhr auf dem Dachboden saß und am Modell bastelte, hatte ich keine Zweifel mehr, dass das stimmt, aber mir gefiel die Arbeitsatmosphäre.

 

Autor: Pia  |  Rubrik: studium  |  Oct 29, 2018
Autor: Pia
Rubrik: studium
Oct 29, 2018

Bachelor live

Ich bin B.A. - Teil 1

B.A. – zwei Buchstaben. Bachelor of Arts. In Deutschland nachgestellt, in Tschechien als „Bc.“ vor dem Namen verwendet. Niedrigster akademischer Grad. Ich habe ihn.
Fast stündlich habe ich in den vergangenen Wochen meine Notenübersicht im Studieninformationsportal der Leipziger Universität aktualisiert. Und dann war es endlich soweit: Die Note der Bachelorarbeit war eingetragen – ich hatte es geschafft. Die vergangenen drei Jahre waren wie im Flug vergangen. Rückblickend bin ich sehr froh, dieses Studienfach gewählt zu haben. Immer wieder werde ich gefragt, wie ich darauf gekommen bin. Ja, wie kommt man darauf, sich im Studium mit diesem kleinen Kulturraum zu beschäftigen und mit Tschechisch eine Sprache zu lernen, die nur 10 Millionen Menschen sprechen? Der Zufall war es, der mich nach dem Abitur nach Tschechien verschlug. Ich wollte raus, soviel war klar. Ich bewarb mich auf verschiedene Freiwilligendienste, unter anderem in England, Polen und in der Schweiz. Schließlich bekam ich die Stelle in Hostivice bei Prag. Ich machte mein Abitur und ging ins Unbekannte. Im September 2014 zog ich nach Tschechien und verliebte mich in dieses Land. Heute denke ich manchmal, was wohl aus mir geworden wäre, wenn ich zum Beispiel für ein Jahr in Italien gelandet wäre – ein Romanist? Wer weiß.

 

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Oct 25, 2018
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Oct 25, 2018

Bachelor live

Alain Delon

Nach mehreren Wochen der Freiheit ging das Semester wieder los. Als ich den Seminarraum betrat, in dem wir die folgende Woche verbringen sollten, war ich noch in Ferienstimmung. Dann stellte sich aber unser Gast-Dozent vor: Jean Perret – langjähriger Leiter des renommierten Dokumentarfilmfestivals Visions du Réel, Professor an der Filmhochschule in Genf und ein Mann voller Leidenschaft für den Film. Er sprühte nur so vor Inspiration. Sein Auftreten erinnerte mich an den französischen Filmstar Alain Delon. Im Seminar schauten wir Filmausschnitte an und besprachen sie. An sich nichts Ungewöhnliches an einer Filmhochschule, doch mit diesem Dozenten war es etwas anderes. Sein Blick auf Filme war so undogmatisch und feinfühlig: In jedem Film suchte er mit uns zusammen einen Moment der Wahrhaftigkeit und fand ihn manchmal in den großen ausschweifenden Gesten eines Demonstranten oder auch nur in einem Blatt, dass sich zittrig am Ast haltend im Wind drehte. Als er für einen Tag in die Schweiz zurück musste, gab er uns die Aufgabe Haikus zu drehen, japanische Kurzgedichte bestehend aus drei Zeilen. Filmisch übertragen sah das so aus, dass man drei Einstellungen drehte, die in ihrer Erscheinung etwas Poetisches aufweisen sollten. Jean Perret nannte es: eine Meditation in der Zeit. Das war eine schöne Aufgabe, da sie einen vollkommen ungezwungenen freien Blick auf die Umwelt zuließ und Intuition erforderte, ohne etwas zu verlangen.
Am letzten Abend dieser Woche sahen wir uns einen italienischen Film an und gingen danach noch in ein Lokal, wo uns der Dozent auf ein Bier einlud. Der Abend war so freundschaftlich und bodenständig, wie man ihn sich mit einem Dozenten kaum vorstellen kann. Beim Abschied waren wir dann auch alle etwas verliebt in unseren Alain Delon des Dokumentarfilms – auf künstlerischer Ebene natürlich.

 

Autor: Conny   |  Rubrik: orientieren  |  Oct 22, 2018
Autor: Conny
Rubrik: orientieren
Oct 22, 2018