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Bachelor live

Die glorreichen Sieben

Autor:
Conny

Rubrik:
studium

02.11.2018

An der Hochschule für Fernsehen und Film München studiere ich Dokumentarfilm- und Fernsehpublizistik. Es ist also ein Regie-Studium für Filme, die mit der Realität, nicht mit Drehbüchern oder Schauspielern arbeiten. Wir lernen nicht nur, was man als Regisseur können muss, sondern übernehmen im Laufe der Zeit auch immer wieder Kamera, Schnitt, Ton und sonstige Aufgaben, die bei einer Filmproduktion wichtig sind.
Jedes Jahr werden in meinem Studiengang etwa zehn neue Studierende angenommen, wobei die Bewerber ein mehrstufiges Verfahren durchlaufen müssen. In meinem Jahrgang sind wir nur zu siebt. Der Zusammenhalt ist daher gut, obwohl in künstlerischer wie auch in persönlicher Hinsicht sehr verschiedene Charaktere aufeinandertreffen. Mit 21 Jahren bin ich das Küken der Gruppe, die Jahrgangsälteste ist 27 Jahre alt – wir sind also gut durchgemischt, was eine große Stärke unserer Gruppendynamik ausmacht. Ähnlich sieht es mit den jeweiligen Vorerfahrungen aus. Einige arbeiten sehr professionell, haben vorher studiert oder bereits für große Fernsehsender gedreht. Andere, wie zum Beispiel ich, haben vor der HFF vor allem eigene kleinere Filmprojekte realisiert und sich darüber technische Fähigkeiten erarbeitet.
Im Unterricht unserer Abteilung befassen wir uns mit verschiedenen Themen: Lichtsetzung, Kameraauflösung, Schnitt, aber auch weniger technische Fächer wie Gesprächsführung, Rechercheübungen und Filmanalysen. Insgesamt ist das Angebot also sehr breit gefächert und vor allem auf das praktische Erlernen der Filmproduktion ausgerichtet. Jedes Jahr wird von uns ein Film gedreht. Für den nächsten Film bilden sich aktuell die Teams – neben Sympathie geht es dabei vor allem um gemeinsame Themenvorstellungen. Sich die kreative Leitung über ein Jahr hinweg zu teilen, ist eine beachtliche Aufgabe, bei der man den Partner mit Bedacht wählen sollte.

 

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