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Bachelor live

McLuhan mal Anders

Im zweiten Semester meines Studiums an der Filmhochschule hatten wir Unterricht in Medientheorie. Der Stoff dieser Woche wurde nun zu Beginn des dritten Semesters in einer mündlichen Prüfung abgefragt, deren Bewertung schon unsere Vordiplomsnote in der Abteilung Medienwissenschaft bildet. Im Sommer musste ich also das mehrere hundert Seiten starke Skript lesen und natürlich auch verstehen. Im Unterricht hatten wir lediglich vereinzelte Ausschnitte besprochen. Jeder Jura- oder Medizinstudent würde darüber lachen, für mich war es aber ein harter Brocken.
Die Texte untersuchen vor allem, welchen Einfluss Fernsehen und Kino auf den Menschen und die Gesellschaft haben, wobei die verschiedenen Autoren höchst unterschiedlicher Ansicht sind. Die Apokalyptiker Theodor Adorno und Günther Anders etwa sehen im Fernsehen eine rein profitorientierte Kulturindustrie, die das menschliche Zusammenleben zerstört und unsere Gesellschaft durch die Fesselung an den TV-Apparat unmündig macht. Und während der berühmte Medienwissenschaftlicher Marshall McLuhan behauptet, dass die Inhalte des Fernsehens irrelevant sind, da uns allein die Tatsache prägt und erzieht, dass wir fernschauen, vertritt der sozialistische Enzensberger die Position, dass die Gesellschaft das Fernsehen nutzen soll, um politische Inhalte gleichermaßen empfangen und senden zu können. Damit entwarf er ein erstes theoretisches Modell von YouTube: Jeder wird zum Sender und zum Empfänger von Inhalten, nicht nur die großen Fernsehanstalten. In einem der moderneren Texte geht es um die Frage, weshalb wir das Gefühl haben, dass die Zeit immer schneller vergeht, aber trotzdem nie das tun, was uns eigentlich wichtig ist, sondern doch meist vor dem Smart Phone oder Fernseher landen, was uns nur noch unbefriedigter sein lässt. Das ließ mich auch über meine eigene Mediennutzung nachdenken.
Insgesamt war es dann also doch sehr interessant, sich mit diesen Texten zu befassen.

 

Autor: Conny   |  Rubrik: studium  |  Dec 5, 2018
Autor: Conny
Rubrik: studium
Dec 5, 2018

Bachelor live

Feeneinsatz

Seit Kurzem arbeite ich im wahrsten Sinne des Wortes als Fee. Die Assistentinnen, die Seminare im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahrs Kultur begleiten, werden intern nämlich liebevoll Seminarfeen genannt. Da vergangene Woche das erste Seminar der Freiwilligen stattfand, hatte ich somit auch meinen ersten Einsatz als Seminarfee. Da ich bereits als Praktikantin die Einführungstage im September begleiten durfte, wusste ich zum Glück schon ungefähr, was auf mich zukommen würde und kannte sowohl meine Kolleginnen und Kollegen, als auch die Freiwilligen bereits.
Das Seminar stand unter dem Motto „Mut“. Was ist eigentlich Mut? Wann war ich zuletzt mutig? Und in welcher Situation wäre ich gerne mutiger gewesen? In verschiedenen Workshops zu Themen wie Songwriting, Performance, Theater, Bildende Kunst und Kreatives Schreiben haben sich die Freiwilligen in dieser Woche mit diesen Fragen auseinandersetzen können.
Meine Aufgaben als Seminarfee lassen sich nur schwer zusammenfassen. Ich bin als Fee ein Teil des Teams, gehöre jedoch nicht zu der Koordination. Während sich die Koordinierenden mehr um die Freiwilligen und ihre Anliegen bezüglich des Freiwilligendiensts kümmern, bin ich für Dinge rund um das Seminar verantwortlich. Quasi als „Fee für alles“ kümmere ich mich um alles, was anfällt. Beispielsweise übernehme ich die Kommunikation mit der Jugendherbergsleitung, treffe mit ihr organisatorische Absprachen, nehme gegebenenfalls Beschwerden und Wünsche entgegen und bespreche diese mit der Seminargruppe. Außerdem bereite ich Seminar- und Workshop-Räume vor, indem ich zum Beispiel Stühle stelle, dekoriere oder Materialien verteile. Zudem leite ich jeden Morgen die Warm-ups an und stehe den Freiwilligen bei Fragen so gut es geht mit Rat und Tat zur Seite. Und auch ich musste während des Seminars über meinen eigenen Schatten springen und Mut beweisen, als ich für eine selbst organisierte Unterhaltungsshow als Comedy-Figur verkleidet und vor knapp siebzig Personen rumgealbert habe. Spaß gemacht hat es aber allemal!

 

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Nov 28, 2018
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Nov 28, 2018

Bachelor live

Ich bin B.A. - Teil 3

Meine Bachelorarbeit ist fertig und ich bin nun B.A. Würde ich das Studium der Westslawistik mit Schwerpunkt Tschechisch noch einmal wählen? Die Antwort ist ein klares „Ja“! Ich habe einiges aus der slawischen Philologie gelernt. Und Tschechien ist für mich noch wichtiger geworden, als es das zuvor schon war. Auch für den Studienstandort Leipzig würde ich mich definitiv wieder entscheiden. Die Leipziger Slawistik zählt zu den besten Deutschlands und auch die Bohemistik ist gut aufgestellt. Außerdem habe ich das Studieren in der familiären Atmosphäre des Instituts sehr genossen. Und überhaupt ist Leipzig, eine ganz großartige Stadt zum Studieren.
Aber wie geht es nun weiter? Wieder stelle ich mir die alten Fragen, die ich mir bereits nach dem Abitur stellte: Was will ich jetzt machen? Dass der Bachelor erst der Anfang ist, ist für mich klar.
All diese Fragen kann ich noch ruhen lassen, denn jetzt absolviere ich erst einmal für drei Monate ein Praktikum im Abgeordnetenhaus des tschechischen Parlaments. Ich freue mich sehr auf diese Erfahrung. Wie es danach weitergeht, weiß ich noch nicht.
Im Herbst 2019 soll es dann mit einem Master weitergehen. Aber welcher nur? Mein Bachelor ermöglicht mir so viele Möglichkeiten! Soll es etwas Linguistisches in Berlin werden, oder etwas Politisches mit Osteuropaausrichtung in Bayern? Oder doch ein Übersetzungsstudium in Wien? Oder bleibe ich doch Tschechien treu? Wie immer habe ich zu viele Ideen, wie es mit meinem Leben weitergehen könnte. Vermutlich werde ich einfach mal auf ein paar Blogs nach Ideen suchen. Vielleicht ja auch im abi>> Portal.

 

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: orientieren  |  Nov 26, 2018
Autor: Ferdinand
Rubrik: orientieren
Nov 26, 2018