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Bachelor live

Feeneinsatz

Seit Kurzem arbeite ich im wahrsten Sinne des Wortes als Fee. Die Assistentinnen, die Seminare im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahrs Kultur begleiten, werden intern nämlich liebevoll Seminarfeen genannt. Da vergangene Woche das erste Seminar der Freiwilligen stattfand, hatte ich somit auch meinen ersten Einsatz als Seminarfee. Da ich bereits als Praktikantin die Einführungstage im September begleiten durfte, wusste ich zum Glück schon ungefähr, was auf mich zukommen würde und kannte sowohl meine Kolleginnen und Kollegen, als auch die Freiwilligen bereits.
Das Seminar stand unter dem Motto „Mut“. Was ist eigentlich Mut? Wann war ich zuletzt mutig? Und in welcher Situation wäre ich gerne mutiger gewesen? In verschiedenen Workshops zu Themen wie Songwriting, Performance, Theater, Bildende Kunst und Kreatives Schreiben haben sich die Freiwilligen in dieser Woche mit diesen Fragen auseinandersetzen können.
Meine Aufgaben als Seminarfee lassen sich nur schwer zusammenfassen. Ich bin als Fee ein Teil des Teams, gehöre jedoch nicht zu der Koordination. Während sich die Koordinierenden mehr um die Freiwilligen und ihre Anliegen bezüglich des Freiwilligendiensts kümmern, bin ich für Dinge rund um das Seminar verantwortlich. Quasi als „Fee für alles“ kümmere ich mich um alles, was anfällt. Beispielsweise übernehme ich die Kommunikation mit der Jugendherbergsleitung, treffe mit ihr organisatorische Absprachen, nehme gegebenenfalls Beschwerden und Wünsche entgegen und bespreche diese mit der Seminargruppe. Außerdem bereite ich Seminar- und Workshop-Räume vor, indem ich zum Beispiel Stühle stelle, dekoriere oder Materialien verteile. Zudem leite ich jeden Morgen die Warm-ups an und stehe den Freiwilligen bei Fragen so gut es geht mit Rat und Tat zur Seite. Und auch ich musste während des Seminars über meinen eigenen Schatten springen und Mut beweisen, als ich für eine selbst organisierte Unterhaltungsshow als Comedy-Figur verkleidet und vor knapp siebzig Personen rumgealbert habe. Spaß gemacht hat es aber allemal!

 

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Nov 28, 2018
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Nov 28, 2018

Bachelor live

Ich bin B.A. - Teil 3

Meine Bachelorarbeit ist fertig und ich bin nun B.A. Würde ich das Studium der Westslawistik mit Schwerpunkt Tschechisch noch einmal wählen? Die Antwort ist ein klares „Ja“! Ich habe einiges aus der slawischen Philologie gelernt. Und Tschechien ist für mich noch wichtiger geworden, als es das zuvor schon war. Auch für den Studienstandort Leipzig würde ich mich definitiv wieder entscheiden. Die Leipziger Slawistik zählt zu den besten Deutschlands und auch die Bohemistik ist gut aufgestellt. Außerdem habe ich das Studieren in der familiären Atmosphäre des Instituts sehr genossen. Und überhaupt ist Leipzig, eine ganz großartige Stadt zum Studieren.
Aber wie geht es nun weiter? Wieder stelle ich mir die alten Fragen, die ich mir bereits nach dem Abitur stellte: Was will ich jetzt machen? Dass der Bachelor erst der Anfang ist, ist für mich klar.
All diese Fragen kann ich noch ruhen lassen, denn jetzt absolviere ich erst einmal für drei Monate ein Praktikum im Abgeordnetenhaus des tschechischen Parlaments. Ich freue mich sehr auf diese Erfahrung. Wie es danach weitergeht, weiß ich noch nicht.
Im Herbst 2019 soll es dann mit einem Master weitergehen. Aber welcher nur? Mein Bachelor ermöglicht mir so viele Möglichkeiten! Soll es etwas Linguistisches in Berlin werden, oder etwas Politisches mit Osteuropaausrichtung in Bayern? Oder doch ein Übersetzungsstudium in Wien? Oder bleibe ich doch Tschechien treu? Wie immer habe ich zu viele Ideen, wie es mit meinem Leben weitergehen könnte. Vermutlich werde ich einfach mal auf ein paar Blogs nach Ideen suchen. Vielleicht ja auch im abi>> Portal.

 

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: orientieren  |  Nov 26, 2018
Autor: Ferdinand
Rubrik: orientieren
Nov 26, 2018

Bachelor live

We are family

Vor ein paar Wochen hat meine Tante geheiratet. Das Hotel, wo die Feier stattfand, lag ganz in der Nähe des Hauses meiner Oma und damit auch unweit meiner Wohnung. Ich war aber noch nie dort gewesen. Als ich es sah, war ich beeindruckt, welch ein pompöses Ambiente hinter einer Hecke versteckt liegt, an der ich ständig vorbeifahre.
An den Tagen vor der Hochzeit füllte sich das Haus mit Familienmitgliedern und ich konnte miterleben, was meine Oma schon so oft erlebt hatte: den Wechsel zwischen dem Alltag allein und dem Gewusel am Wochenende, wenn die gesamte Familie zu Besuch kommt.
Meine Geschwister, meine Eltern und ich spielen alle mindestens zwei Instrumente und haben früher sehr oft gemeinsam musiziert – auch auf Familienfeiern. Nun wollten wir natürlich auch dem Brautpaar auf ihrer Hochzeitsfeier ein Ständchen widmen. Wir schrieben dafür extra thematisch passende Stücke für unsere Besetzung. Auch wenn das Arrangieren der Noten eine Herausforderung war, gab es noch ein größeres Problem, vor dem wir standen: Mein Vater war in der Heimat im Bergischen Land, meine Schwester in Aachen, mein Bruder in Steinfurth, meine Mutter pendelte zwischen Heimat und Münster und ich war in Münster. Das gemeinsame Üben gestaltete sich somit sehr kompliziert. Jedoch erlaubte uns die moderne Technik, Stimmen aufzunehmen und hin und her zu schicken, sodass wir in kleineren Gruppen die Stücke üben konnten. Erst wenige Stunden vor der Hochzeit konnten wir das erste Mal in voller Besatzung proben. Doch zum Glück lief alles gut.
Wir gingen zum Standesamt, trafen auf unsere Familie und die des Bräutigams und lauschten alle dem „Ja” des Brautpaars. Anschließend feierten wir die Hochzeit bei einem Sektempfang bei 25 Grad in der Sonne (wohlgemerkt im Oktober!) und gingen dann gemeinsam zum Gasthaus, wo wir gemeinsam aßen und den Familienzuwachs besser kennenlernten. Am Ende spielten wir unsere Stücke, bei denen begeistert mitgesungen wurde. Abends feierten wir nochmal gemeinsam und tanzten zusammen auf der Tanzfläche zu „We are family”.

 

Autor: Pia  |  Rubrik: studium  |  Nov 15, 2018
Autor: Pia
Rubrik: studium
Nov 15, 2018