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Bachelor live

Schwerpunkte

Mittlerweile bin ich im fünften Semester meines Studiums und so langsam kristallisiert sich mein Schwerpunkt heraus. Es fing mit der Wahl eines Profilmoduls im zweiten Semester an. Damit ist ein Fach eines anderen Fachbereichs gemeint, aus dem ich eine bestimmte Anzahl an Modulen belegen und für mein sozialwissenschaftliches Studium anrechnen lassen kann. Ich habe mich für Wirtschaftswissenschaften entschieden und verschiedene Module im BWL und VWL belegt. Außerdem musste ich mich im dritten Semester auf eine sozialwissenschaftliche Spezialisierung festlegen und habe mich ebenfalls für Wirtschaft entschieden. Ich habe Vorlesungen und Seminare zum Thema Wirtschafts- und Arbeitssoziologie besucht und in meinen Hausarbeiten Fragestellungen bearbeitet, die immer einen klaren betriebswirtschaftlichen Bezug hatten. Mittlerweile habe ich so viele Creditpoints aus dem wirtschaftswissenschaftlichen Bereich gesammelt, dass ich an einigen Unis sogar die Voraussetzungen für einen betriebswirtschaftlichen Masterstudiengang erfüllen würde.
Das Fach Sozialwissenschaften hat viele Schnittstellen mit anderen Fächern, weswegen es möglich ist, weshalb verschiedene Richtungen möglich sind. Eine Freundin belegt beispielsweise viele Veranstaltungen aus der Psychologie, eine andere hat sich eher in die politische Richtung orientiert und ein weiterer Freund besucht Veranstaltungen aus den Rechtswissenschaften. Ich kenne aber auch eine Kommilitonin, die sich auf keinen bestimmten Schwerpunkt festlegen wollte und stattdessen Veranstaltungen aus mehreren Fachbereichen besucht, um verschiedenen Einblicke zu erhalten.
Und genau das mag ich an meinem Studium. Jeder hat die Möglichkeit, ganz individuell seinen Interessen und Fähigkeiten zu folgen und selbst zu entscheiden, in welche Richtung es gehen soll.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Jan 18, 2019
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Jan 18, 2019

Bachelor live

Spaß und Stress im Studium

Spaß und Stress sind meine steten Begleiter im Studium. So startete auch das neue Jahr: Einerseits mit freudigen Nachrichten, da eine Freundin eine neue WG gefunden hat, andererseits stand ich unter Druck, da meine ersten Prüfungen im Architekturstudium bevorstanden.
Statt Klausuren zu schreiben, halten wir im ersten Semester des Architekturstudiums Präsentationen. In zwei Fächern musste ich mit meinen Projektpartnern Gebäude entwerfen. Im Fach Design ging ich wöchentlich mit meiner Partnerin zu den Sprechstunden unseres Professors, der uns Feedback gab, sodass wir unser Gebäude stetig anhand von Modellen weiterentwickeln konnten. Im neuen Jahr stand dann direkt die Zwischenprüfung in Design an, für die wir ein detailliertes Modell unseres Gebäudes aus Plexiglas und Styrodur bauten. Zusätzlich erstellten wir am PC und per Hand Zeichnungen, die unseren Entwurf ergänzen sollten. Die Zeichnungen sowie eine Beschreibung präsentierten wir auf zwei großen Plakaten.
Für diese Präsentation hatte unser Professor einen besonderen Gast eingeladen: Als Gastdozentin kommentierte die ehemalige Dekanin vom Fachbereich Architektur unsere Projekte. Diese zweite Expertenmeinung war uns sehr willkommen, da sie neue Anregungen und eine andere Sicht auf die Projekte mitbrachte. Durch ihre Kommentare zu unserem Vortrag, wussten wir, woran wir bis zur Prüfung noch arbeiten sollten. Außerdem gab das positive Feedback unseres Professor und der Gastdozentin uns die Bestätigung, mit unserem Entwurf auf dem richtigen Weg zu sein.

 

Autor: Pia  |  Rubrik: studium  |  Jan 16, 2019
Autor: Pia
Rubrik: studium
Jan 16, 2019

Bachelor live

Stille Zeit

Es fällt mir oft schwer, die Besuche in meiner Heimat in Ruhe zu genießen. Während der Vorlesungszeit schaffe ich es leider nur alle sechs bis acht Wochen für ein Wochenende heim. In den Ferien nicht unbedingt öfter, dafür aber länger. Insgesamt bin ich jedoch sehr selten in meiner Heimat. Die Sehnsucht ist aber immer groß.
Wenn ich dann zu Hause bin, möchte ich möglichst viel unter einen Hut bekommen. Wann treffe ich mich mit wem? Wie teile ich meine Zeit zwischen Familie und Freunden auf? Neben dem organisatorischen Stress, der wahrscheinlich gar nicht so immens ist, wie es scheint, ist es für mich vor allem der emotionale Stress der mich stört. Meine Eltern, meine Freundin und Freunde wollen alle etwas von der knapp bemessenen Zeit abhaben. Sobald ich aber mit der- oder demjenigen Zeit verbringe, vernachlässige ich den anderen. Daher plane ich meine Zeit zu Hause meist sehr akribisch, um kein schlechtes Gewissen haben zu müssen.
So ging es mir auch in den Weihnachtsferien. Alle sind bei der Familie, haben Zeit ohne Ende und haben sie irgendwie auch doch nicht. Nachdem ich nun seit drei Jahren von Zuhause weg bin, glaube ich, dass man die Zeit, die man getrennt verbringt, nicht quantitativ aufwiegen kann, sondern nur qualitativ. Die wenigen Momente, die man miteinander hat, sollte man wertschätzen und bewusst erleben, ohne zu große Erwartungen in sie zu setzen. Nicht jedes Wiedersehen kann von Freude, Harmonie und Abenteuer geprägt sein. Die Realität ist da doch meist etwas langweiliger. Aber das ist gut so, schätze ich.
Karl Valentin hat mal gesagt: „Wenn die stille Zeit vorbei ist, dann wird es auch endlich wieder ruhiger.“ Wieder zurück in München glaube ich nicht an diese versprochene Ruhe. Der Uni-Stress und der Alltag gehen wieder los und die Sehnsucht wird wieder wachsen.

Autor: Conny   |  Rubrik: studium  |  Jan 9, 2019