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Bachelor live

Die Messe

In meinen Semesterferien habe ich mehr Zeit, meinem Nebenjob als Werkstudent in einer Münchner Werbeagentur nachzugehen. Ich wurde Mitte Januar ins Boot geholt, um den einzigen Videoredakteur der Firma zu unterstützen. Bisher habe ich allerdings leider nicht so viel zu tun gehabt, weil die Auftragslage im Videobereich dünn war.
Jetzt stand aber eine Messe in Wetzlar an, bei der die Agentur vor allem auf der Suche nach neuen Kunden war sowie die Vermarktung nach außen übernahm. Am Sonntag fuhr ich also mit zwei Kollegen aus der Agentur nach Hessen. Da der Hauptsitz der Agentur in Gießen ist, war der größte Teil des Messeteams aus diesem Büro.
Die Messe selbst fand am Montag und Dienstag statt, wobei Montag der wichtigste Tag war, denn hier sollte am Abend ein Film über den ersten Tag gezeigt werden. Für mich im Videoteam bedeutete das also, den Film noch am selben Tag fertigzustellen.
Der Arbeitsprozess sah so aus, dass wir bis zum frühen Nachmittag Interviews mit Besuchern, Ausstellern oder Vertretern aus Politik und Wirtschaft drehten sowie allgemeine Eindrücke und Schnittbilder vom Treiben auf der Messe sammelten. Ab 14 Uhr setzte ich mich dann an den Rechner, sichtete das gedrehte Material, sortierte aus und übergab meine Auswahl dem federführenden Videoredakteur, der bereits parallel die Interviews geschnitten hatte, die das Gerüst des Videos bildeten. Er stellte den finalen Schnitt in Windeseile fertig, sodass wir den Veranstaltern um 18.30 Uhr den fertigen Film präsentieren konnten.
Viele, die mit dem Herstellungsprozess von Videos und Filmen nicht vertraut sind, sehen dahinter wahrscheinlich gar nicht den Aufwand. Trotzdem waren viele beeindruckt, dass wir Aufnahmen im Film hatten, die nur wenige Stunden zuvor entstanden waren. Damit hat die Agentur eine hohe kreative und organisatorische Leistungsfähigkeit bewiesen. Am Ende waren die Veranstalter total begeistert und auch ich war zufrieden mit meiner persönlichen Arbeit und dem gelungen Einstand in der Firma. Mein Start in die Agentur und das Team hätte kaum besser laufen können.

Autor: Conny   |  Rubrik: studium  |  Apr 5, 2019

Bachelor live

Ich ziehe um!

Ich verlasse Marburg und ziehe nach Frankfurt am Main. Während ich das hier tippe, kann ich es selbst noch kaum glauben. Das alles ging nämlich ziemlich schnell und ist einigen Zufällen zu verdanken.
In der WG einer Freundin, die bereits in Frankfurt wohnt, wurde kurzfristig ein Zimmer frei. Da ich vorhabe, ab Oktober mein Masterstudium in Frankfurt zu beginnen, wollte ich früher oder später sowieso dorthin ziehen. Wer den Wohnungsmarkt in Frankfurt kennt, weiß vermutlich auch, dass es eine ziemliche Herausforderung sein kann, dort schönen und vor allem bezahlbaren Wohnraum zu finden. Also schaute ich mir das Zimmer an, lernte den dritten Mitbewohner der WG kennen und musste gar nicht mehr lange überlegen – ich nahm das Angebot dankbar an.
Das heißt, dass ich schon einige Monate früher als geplant aus Marburg wegziehe, weswegen ich in den kommenden Wochen ein bisschen pendeln werde. Einerseits muss ich natürlich noch meine Bachelorarbeit schreiben und dafür ab und zu in die Bibliothek. Andererseits habe ich nach wie vor meinen Nebenjob an der Uni in Marburg. Die Pendelei nehme ich allerdings gerne in Kauf und sie ist insgesamt nur halb so schlimm. Denn mit meinem Semesterticket darf ich sogar den ICE auf der Strecke zwischen Frankfurt und Marburg nutzen, sodass ich in weniger als einer Stunde am Ziel bin.
Bis zu meinem Umzug gibt es jetzt noch einiges zu regeln und zu erledigen. Ich muss mein Zimmer ausräumen, Umzugshelfer organisieren, die GEZ ummelden und natürlich müssen wir eine Nachmieterin für mein WG-Zimmer finden.
Ich freue mich aber schon sehr auf meine Zeit in Frankfurt!

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Apr 2, 2019
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Apr 2, 2019

Bachelor live

Der Fischer vom Ammersee

In den letzten zwei Wochen hatten wir ein Seminar, welches als Vorbereitung auf den Dreh unseres Zweitjahresfilms an der HFF München gedacht war. In dem Dreier-Team unseres Films sollten wir einen kurzen Übungsfilm drehen. Da wir vorhatten, etwas über Arbeitsprozesse auf hoher See zu drehen, war das auf den ersten Blick natürlich eine kleine Herausforderung. Aber um München herum gibt es ja viele schöne Seen und so kamen wir darauf, etwas über die Arbeit eines dortigen Fischers zu machen. Ein geeigneter Protagonist war nach ein wenig Internetrecherche schnell gefunden: Simon Rauch – ein Fischer, wie aus dem Bilderbuch mit weißem Rauschebart und urbayerischem Dialekt. Beim ersten Telefonat mit ihm war sofort klar, dass ich als Sachsen-Anhalter nicht das Interview führen würde, da ich kaum ein Wort verstanden habe. Deshalb übernahm die Gesprächsführung der einzige Bayer aus unserem Team.
Wir verabredeten uns mit dem Fischer an einem wunderschön sonnigen Tag. Mit Kamera und Tonangel bewaffnet fuhren wir mit der S-Bahn raus an den Ammersee, wo unser Protagonist bereits sein ganzes Leben lang wohnt und arbeitet.
In seinem Boot nahm er uns mit auf den See. Dort hatte er Netze ausgeworfen, die er in unserem Beisein einholte. In langen und ruhigen Einstellungen beobachteten wir die Arbeit und seine routinierten Handgriffe. Im anschließenden Gespräch erzählte er uns, dass er bereits mit sechs Jahren hart arbeiten musste. Förster oder Schauspieler wäre er geworden, falls es mit der Fischerei nicht geklappt hätte. Heute ist Simon Rauch einer der letzten Berufsfischer auf dem Ammersee, denn die Situation sei prekär. Reine Fischer würde es eigentlich nicht mehr geben. Dazu verdiene man daran zu wenig. Die Handvoll Fische, die er mit uns fing, warf er dann auch zurück ins Wasser. Die Ausfahrt hatte er im Grunde nur für uns und die Kamera gemacht, da gerade keine Fangsaison war. Ein wenig Schauspiel war also trotzdem dabei.
Nach Hause fuhr er dann mit einem BMX-Rad, was ein unglaublich kultiger Anblick war. Nur zwei Stunden waren wir mit ihm auf dem Boot und doch hatte ich das Gefühl, in dieser kurzen Zeit sehr viel von ihm und seiner Geschichte zu erfahren. Das war wirklich eine schöne Erfahrung.

Autor: Conny   |  Rubrik: studium  |  Mar 28, 2019
Autor: Conny
Rubrik: studium
Mar 28, 2019