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Bachelor live

Studenten-Rad

Seit diesem Semester fahre ich mit dem Fahrrad zur Hochschule. Mit meinem normalen Studierendenausweis kann ich die öffentlichen Verkehrsmittel nur zwischen 18 Uhr und 6 Uhr und am Wochenende nutzen. Vorher hatte ich mir immer das zusätzliche Semester-Ticket der Münchner Verkehrsgesellschaft gekauft, welches zu einer 24/7-Nutzung berechtigt, aber fast 200 Euro kostet. Die kann ich mir also jetzt sparen. Das ist in etwa ein Euro pro Tag, den ich nicht ausgebe!
Mit dem Fahrrad durch die Stadt zu fahren, hat aber weitere positive Effekte: Ich sehe München mit anderen Augen. Viereinhalb Kilometer sind es zu meiner Hochschule von Tür zu Tür. Bevor ich die Strecke mit dem Fahrrad gefahren bin, kannte ich zwar jede U-Bahn-Station, wusste aber nicht, wie es über der Erde aussah.
München ist tatsächlich auch eine sehr fahrradfreundliche Stadt. Wenn man mal von den vielen Baustellen im Zentrum absieht, gibt es sehr viele Fahrradstraßen und gut ausgebaute Fahrradwege. Insgesamt bin ich sogar circa fünf Minuten schneller als mit der U-Bahn und der Umweltfaktor spricht auch für sich. Noch komme ich immer ein bisschen ausgepowert im Seminarraum an. Aber die beiden kurzen Fitness-Einheiten auf dem Hin- und Rückweg werden sich auf Dauer bestimmt noch bemerkbar machen. So war es auch bei meinem Umzug vom ersten in den dritten Stock: Anfangs machten mir die Treppen noch zu schaffen, mittlerweile machen mir die 62 Stufen kaum noch etwas aus.
Auch wettertechnisch hatte ich bisher Glück; ich konnte meist bei strahlender Sonne losradeln. Nur gestern regnete es wie aus Kübeln. Auf die U-Bahn bin ich aber trotzdem nicht umgestiegen. Ich glaube im Foyer meiner Hochschule habe ich eine kleine Wasserstraße hinterlassen…
Bisher bin ich also sehr froh, über meinen Entschluss, aufs Studenten-Rad umgestiegen zu sein und freue mich auf die nächsten fahrradfreundlichen Wettervorhersagen und natürlich den Sommer!

 

Autor: Conny   |  Rubrik: studium  |  May 17, 2019
Autor: Conny
Rubrik: studium
May 17, 2019

Bachelor live

Identitätsfragen

Als Seminarassistentin begleite ich mehrmals jährlich Seminare im Rahmen von Freiwilligendiensten im Bereich Kultur und Bildung. Mitte März stand wieder ein solches Seminar an, diesmal drehte es sich inhaltlich um das Thema Identität. Während der sechs Seminartage konnten und sollten sich die Freiwilligen also Gedanken um ihr individuelles Sein und ihre eigene Persönlichkeit machen.
In der Jugendherberge, in der wir das Seminar durchführten, haben wir sogenannte Identitätsstationen und -räume eingerichtet. An jeder Station und in jedem Raum wurden den Teilnehmern unterschiedliche Fragen und Aufgaben gestellt, die ihnen die Möglichkeit geben sollten, sich mit ihrer eigenen Identität auseinanderzusetzen. Wieso bin ich, wer ich bin? Welche Eigenschaften machen mich aus? Wie bin ich in der Vergangenheit gewesen? Und wie möchte ich vielleicht in Zukunft sein?
In einem der Räume konnten die Freiwilligen einen Brief an ihr Zukunfts-Ich schreiben, den wir ihnen in einem Jahr zusenden werden. Interessant fand ich auch die Wertehierarchie, bei denen jeweils zwei Werte einander gegenüber gestellt wurden. Man musste sich immer entschieden, was einem wichtiger ist: Erfolg oder Glück? Freiheit oder Geld? Familie oder Freunde?
Besonders gut hat mir der Zeitstrahl gefallen, den die Freiwilligen mit wichtigen Ereignissen aus ihrem Leben gefühlt haben. Zu den meist genannten Lebensereignissen zählten beispielsweise der erste Umzug, das erste Taschengeld oder der erste Kuss.
Um das Thema Identität nicht nur theoretisch anzugehen, gab es an einigen Tagen Workshop-Angebote, sodass sich die Freiwilligen in Kunst-, Fotografie-, Tanz- oder Theaterworkshops auch kreativ ausleben konnten.
Auch für mich war diese Seminarwoche wieder eine intensive und sehr schöne Zeit. Obwohl die vielen organisatorischen Aufgaben, die ich als Seminarassistentin übernehme, anstrengend und stressig sein können, mache ich diesen Job sehr gerne und habe die Seminarzeit genossen!

 

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  May 10, 2019

Bachelor live

Fontane-Besuch

Nach meinem Abitur 2016 arbeitete ich für ein Jahr als FSJler bei den Fontane-Festspielen in Neuruppin. In der Geburtsstadt von Theodor Fontane finden im jährlichen Wechsel die großen Festspiele und das Kinder- und Jugendliteraturfestival statt. Während meiner Zeit war ich für die Vorbereitung des Kinder- und Jugendliteraturfestivals „Querfeldzwei“ zuständig. Ein wenig war ich aber auch an den Vorbereitungen für das große Fontanejahr 2019 beteiligt. Nun jährt sich nämlich der Geburtstag des großen Literaten, am 31. März, zum 200. Mal.
Damals hatte ich eine sehr enge Bindung zu meiner Chefin im FSJ und ihrem Mann, denn ich lebte und arbeitete bei den beiden im Haus, wo auch das Festspiel-Büro eingerichtet war. Mein Jahr in Neuruppin war sehr familiär und es gab viel zu tun. Ich würde also sagen, dass es eine intensive Zeit war, auch weil ich das erste Mal von zu Hause weg war.
Nun, anderthalb Jahre später, fand ich endlich einmal die Möglichkeit, die beiden zu besuchen. Zufällig bot sich gerade das Auftaktwochenende des Fontane-Jahrs an. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnete es und auch sonst war viel Prominenz aus Politik und Kultur anwesend. Als ich mittags am Bahnhof ankam, war für die beschauliche Stadt ganz schön viel los. An jeder Ecke spielten Musiker, traten Artisten auf und die Foodtrucks und die Eisdielen waren überlaufen.
Tagsüber traf ich mich mit einem Freund und am Abend ging ich zu meiner ehemaligen Chefin und ihrem Mann. Es gab noch eine Lesung bei ihr im Garten, bei deren Vorbereitung ich etwas mit anpackte, dann wurde es ruhiger und wir fanden Zeit, den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen. Lange saßen wir in dem geräumigen Wohnzimmer mit den schweren Ledermöbeln und dem offenen Kamin. Mein Freund kam auch noch dazu. Die Freude über unser Wiedersehen war so groß, dass wir bis zwei Uhr nachts plauderten. Es gab schließlich viel nachzuholen.
Beim anschließenden nächtlichen Spaziergang allein zum See herunter, fühlte ich mich in die Zeit vor zwei Jahren zurückversetzt. Irgendwie sah ich auf einmal sehr klar die Entwicklung vor mir, die ich seitdem durchlaufen hatte. Umzug nach München, Studium an der Filmhochschule – ein ganz anderes Leben. Für mich selbst konnte ich in diesem Moment behaupten: „Ich habe einen großen Schritt gemacht, keinen einfachen, aber einen sehr guten.“ Dort am See, in diesem Moment, war ich glücklich.

Autor: Conny   |  Rubrik: studium  |  May 8, 2019
Autor: Conny
Rubrik: studium
May 8, 2019