Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Bachelor live

Schauspielerin werden?

„Enne, erklär mir doch bitte nochmal, was du jetzt genau studierst? Aha, und was willst du dann später beruflich damit machen?“ So oder so ähnlich verliefen einige Gespräche mit meinen Freunden und meiner Familie, kurz nachdem ich mein Studium in Hildesheim begonnen hatte. Dass ich selbst nach den ersten Wochen noch nicht wirklich wusste oder beschreiben konnte, was sich hinter dem Studiengang „Kulturwissenschaft und ästhetische Praxis“ verbirgt und ich auch noch keinen konkreten Berufswunsch äußern konnte, brachte mich in so einige unangenehme Gesprächssituationen. Viele Menschen aus meinem Umfeld dachten zum Beispiel, dass ich Schauspielerin werde, obwohl ich ihnen das so nie gesagt hatte. Selbst, Kommilitonen und Kommilitoninnen, die schon mehrere Jahre in Hildesheim studieren, finden nicht direkt passende Worte, die das Studium in seiner Fülle beschreiben. Ich mochte jedoch von Anfang an den Gedanken, dass ich mir mein Studium so frei gestalten kann und mich jetzt beruflich noch nicht festlegen muss.
Was ich aber nicht wollte und immer noch nicht will, ist Schauspielerin zu werden. Das hat nichts damit zu tun, dass mir das Schauspielern oder das künstlerische Arbeiten keinen Spaß machen. Während meiner Schulzeit war ich bereits in einer Schauspielgruppe für Jugendliche und das Spielen mit den anderen brachte mir immer sehr viel Freude. Doch gerade, wenn die Aufführung näher rückte, merkten wir alle, wie anstrengend dieser Beruf sein konnte. Und ich war traurig, dass ich mir den Spaß an der Schauspielerei, meinem liebsten Hobby, so schnell nehmen ließ. Während meines Freiwilligen Sozialen Jahres, welches ich an einem deutschen Theater absolvierte, hatte ich zudem viel Kontakt zu Schauspielern und Schauspielerinnen und bekam oft mit, wie die Arbeitssituation war. Ich merkte, dass mir die nötige Leidenschaft für die Schauspielerei fehlte und die Nachteile dieses Berufs für mich überwiegten. Jetzt bin ich sehr froh in Hildesheim zu sein, nebenbei als Hobby weiter auf der Bühne zu stehen und zu wissen, dass mir noch viele weitere Türen offenstehen.

Autor: Enne  |  Rubrik: studium  |  Jul 1, 2019
Autor: Enne
Rubrik: studium
Jul 1, 2019

Bachelor live

Mehrgenerationen-WG

Nach jahrelangem Zusammenwohnen mit meiner Familie, bin ich nun mit einer Freundin in eine Zweier-WG gezogen. Die Wohnung liegt in unmittelbarer Nähe zu meinem Campus – hervorragende Voraussetzungen! Allerdings hat mir auch meine vorherige Wohnsituation viel bedeutet.
Aus meinem Heimatdorf kenne ich es, dass die Großeltern oft in einem Haus mit ihren Kindern und Enkeln leben. Meine Großeltern wohnten jedoch in Münster - 90 Minuten Autofahrt entfernt. Während meine Freundinnen nach der Schule fast täglich zu ihren Großeltern gingen, freute ich mich auf die Sommerferien, in denen ich eine Woche lang meine Großeltern besuchen durfte.
Den Studienbeginn in Münster sah ich dann als Chance, mehr Zeit mit meinen Großeltern zu verbringen und zog in das Kellergeschoß ihres Hauses. Auch meine Mutter, die hier arbeitet, wohnt tageweise im selben Haus und meine Tante kommt monatlich zu Besuch. Irgendwie ist das auch eine WG – eine im Trend liegende „Mehrgenerationen-WG“, nur mit dem Unterschied, dass wir miteinander verwandt sind. Zusammen in einem Haus zu wohnen hat durchaus Vorteile: Meine Oma unterstützte mich mit großmütterlicher Fürsorge und nahm mir insbesondere in Prüfungsphasen viel Arbeit ab. Im Gegenzug half ich ihr bei Aufgaben, die ihr zur Last fielen.
Vor allem in der Anfangszeit des Studiums war es für mich beruhigend, meine Mutter und meine Oma bei mir zu wissen. Nun wurde eben dieses Zimmer in der WG meiner Freundin frei. Nach Rücksprache mit meiner Familie bin ich dort eingezogen und habe bereits in den ersten Wochen die Vorteile dieser neuen Wohngemeinschaft genießen können. Praktisch ist zum Beispiel, dass ich nun nach unserem wöchentlichen Stammtisch nicht mehr allein nach Hause fahren muss und ich zu Fuß nur noch fünf Minuten zum Campus brauche!

Autor: Pia  |  Rubrik: studium  |  Jun 25, 2019

Bachelor live

Dok.fest

Jedes Jahr findet in München das Dok.fest statt, eines der größten Dokumentarfilmfestivals Deutschlands. Hauptaustragungsort ist meine Hochschule, die HFF München. Darüber hinaus werden in vielen Kinos und Theatern der Stadt die über 150 Festivalfilme gezeigt. Alle immatrikulierten HFF-Studenten haben freien Eintritt in die Vorführungen im eigenen Haus, was ich großartig finde.
In meiner Abteilung „Dokumentarfilm“ haben wir sogar extra frei, um das Festival besuchen zu können. Allerdings nutzen viele diese sehr seltene Lücke im Vorlesungsplan, um zu arbeiten oder mal ein bisschen abzuschalten. Letztes Jahr habe ich das auch getan. Dieses Jahr wollte ich mir in Vorbereitung auf den Dreh meines Zweitjahresfilms an der Filmhochschule einige der Filme anschauen. Dabei bekommt man ja manchmal tolle Inspirationen für seine eigenen Projekte.
Als erstes schaute ich einen halb dokumentarischen, halb inszenierten Film über ein portugiesisches Fischerdorf, der mir aber nicht besonders gut gefiel und bei dem ich das Gefühl hatte, er hätte auch ein Kurzfilm sein können. Ganz anders der Film, in den ich am zweiten Abend ging. Er hieß „Where man returns“ und handelte von einem Mann, der allein mit seinem Hund in der kargen Wildnis des norwegisch-russischen Grenzgebiets lebt. In unglaublich schön gestalteten Schwarz-Weiß-Bildern zeigt er das Leben und Überleben des Protagonisten in der Natur. Der Film hat mich nachhaltig beeindruckt und berührt, weshalb ich meine Stimme für den Publikumspreis auch an ihn vergab.
Insgesamt schaute ich sechs Filme während dieser Woche und verbrachte anschließend fast jeden Abend noch in der Hochschule mit Kommilitonen, um mich mit ihnen über die Filme auszutauschen. Sonst stresst es mich manchmal, noch in der Hochschule abzuhängen, wenn man eigentlich schon frei hat. Aber so machte es mir große Freude und ich denke, ich konnte dank der gesehenen Filme einige gute und hilfreiche Überlegungen für meinen eigenen Dokumentarfilm anstellen. Nächstes Jahr werde ich die Dok.fest-Woche bestimmt wieder für ausgiebige Kinogänge nutzen.

Autor: Conny   |  Rubrik: studium  |  Jun 24, 2019
Autor: Conny
Rubrik: studium
Jun 24, 2019