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Bachelor live

Dok.fest

Autor:
Conny

Rubrik:
studium

24.06.2019

Jedes Jahr findet in München das Dok.fest statt, eines der größten Dokumentarfilmfestivals Deutschlands. Hauptaustragungsort ist meine Hochschule, die HFF München. Darüber hinaus werden in vielen Kinos und Theatern der Stadt die über 150 Festivalfilme gezeigt. Alle immatrikulierten HFF-Studenten haben freien Eintritt in die Vorführungen im eigenen Haus, was ich großartig finde.
In meiner Abteilung „Dokumentarfilm“ haben wir sogar extra frei, um das Festival besuchen zu können. Allerdings nutzen viele diese sehr seltene Lücke im Vorlesungsplan, um zu arbeiten oder mal ein bisschen abzuschalten. Letztes Jahr habe ich das auch getan. Dieses Jahr wollte ich mir in Vorbereitung auf den Dreh meines Zweitjahresfilms an der Filmhochschule einige der Filme anschauen. Dabei bekommt man ja manchmal tolle Inspirationen für seine eigenen Projekte.
Als erstes schaute ich einen halb dokumentarischen, halb inszenierten Film über ein portugiesisches Fischerdorf, der mir aber nicht besonders gut gefiel und bei dem ich das Gefühl hatte, er hätte auch ein Kurzfilm sein können. Ganz anders der Film, in den ich am zweiten Abend ging. Er hieß „Where man returns“ und handelte von einem Mann, der allein mit seinem Hund in der kargen Wildnis des norwegisch-russischen Grenzgebiets lebt. In unglaublich schön gestalteten Schwarz-Weiß-Bildern zeigt er das Leben und Überleben des Protagonisten in der Natur. Der Film hat mich nachhaltig beeindruckt und berührt, weshalb ich meine Stimme für den Publikumspreis auch an ihn vergab.
Insgesamt schaute ich sechs Filme während dieser Woche und verbrachte anschließend fast jeden Abend noch in der Hochschule mit Kommilitonen, um mich mit ihnen über die Filme auszutauschen. Sonst stresst es mich manchmal, noch in der Hochschule abzuhängen, wenn man eigentlich schon frei hat. Aber so machte es mir große Freude und ich denke, ich konnte dank der gesehenen Filme einige gute und hilfreiche Überlegungen für meinen eigenen Dokumentarfilm anstellen. Nächstes Jahr werde ich die Dok.fest-Woche bestimmt wieder für ausgiebige Kinogänge nutzen.

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