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Bachelor live

Angebote nutzen!

Mein Bachelorstudium an der Universität Marburg neigt sich langsam aber sicher dem Ende entgegen. Da ich meinen Master an einer anderen Uni absolvieren möchte, habe ich in diesem Semester die letzte Chance, die Angebote für Studierende der Universität Marburg zu nutzen.

Ich muss zugeben, dass ich erst durch meinen Nebenjob in der Studienberatung von den vielen Angeboten der Uni erfahren habe. Zuvor habe ich die entsprechenden Rundmails der Universität meistens ignoriert und Info-Plakaten auf dem Hochschulgelände kaum Beachtung geschenkt. Dabei hätte ich schon früher von diesen Angeboten profitieren können, denn es ist für jeden etwas dabei: Angefangen bei Vorträgen, die über Tätigkeitsfelder und Berufsperspektiven verschiedener Fachrichtungen informieren, über Veranstaltungen zur Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche und Assessment Center bis hin zu Workshops zur Bewältigung von Prüfungsangst und Seminaren mit Tipps für das wissenschaftliche Arbeiten. Aber auch richtige Qualifizierungs- und Mentoringprogramme bietet die Uni an, beispielsweise zur Vorbereitung auf eine Promotion oder zur Vermittlung von nützlichen Schlüsselqualifikationen in der Berufswelt. Das Beste ist, dass ein Großteil der Angebote für Studierende kostenlos ist und die erfolgreiche Teilnahme mit einem Zertifikat bescheinigt wird, sodass die erworbenen Kompetenzen oft sogar im Lebenslauf als zusätzliche Qualifikation angeführt werden können.

Ich habe mich in diesem Semester für einen zweitägigen Workshop zum Thema Projektmanagement entschieden. Dabei habe ich zum einen gelernt, wie Projekte organisiert werden können und welche Phasen jedes Projekt durchläuft. Besonders interessant fand ich eine Analyse von gescheiterten, öffentlichen Projekten, etwa der  Flughafen Berlin Brandenburg oder Stuttgart 21. Anhand der Beispiele haben wir analysiert, an welchem Punkt und aus welchen Gründen diese Projekte nicht erfolgreich waren und welche Versuche unternommen werden können, um diese noch zu retten. In wenigen Wochen werde ich noch einen zweiten Workshop besuchen: ein Basiskurs in Betriebswirtschaftslehre. Obwohl ich einige Fächer aus der BWL bereits studiert habe, fehlen mir vor allem noch Kenntnisse in Finanzierungs- und Bilanzierungsangelegenheiten. Mit dem Workshop möchte ich diese Wissenslücken schließen!

Autor: Franziska  |  Rubrik: orientieren  |  Jul 4, 2019
Autor: Franziska
Rubrik: orientieren
Jul 4, 2019

Bachelor live

Das Nest

In der Nähe meines ehemaligen Gymnasiums befindet sich ein kleiner Bürgerfernsehsender, der Offene Kanal Wettin e.V. oder auch das „Nest“ genannt. Dort kann jeder als Nutzer aktiv werden, was bedeutet, dass man Filmtechnik kostenlos leihen und für eigene Beiträge und Projekte verwenden kann. In erster Linie wird der Kanal aber für Ausbildungen, FSJ oder Praktika genutzt.
Ich selbst nutzte dieses großartige Angebot während meiner Schulzeit sehr intensiv ab der zehnten Klasse. 2013 drehte ich hier mein erstes Filmprojekt und war bis zu meinem Abitur 2016 sehr aktiv. Die Erfahrungen, die ich hier sammelte, waren maßgeblich daran beteiligt, dass ich ein Jahr später an der Filmhochschule in München angenommen wurde. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass ich Zeit hatte, zur alljährlichen Feier im Nest zu gehen, zu der alle Freunde des Offenen Kanals eingeladen sind. Da kamen Aktuelle, Ehemalige, Zukünftige und Festangestellte zusammen und labten sich am weißrussischen und österreichischen Buffet, das die europäischen Freiwilligen gekocht hatten.
Es war sehr schön und spannend, zu sehen und zu hören, wie es allen geht und was sie jetzt so treiben. Ich unterhielt mich mit Leuten, die früher mein Vorbild waren und wurde auf gewisse Art und Weise auch selbst zum Vorbild. Ein Abiturient vom Gymnasium, der ab Herbst ein FSJ im Nest machen wird, interessierte sich sehr für mein Studium an der Filmhochschule. Er überlegt, sich dort auch zu bewerben, weshalb wir uns eine ganze Weile darüber unterhielten.
Der Leiter des Offenen Kanals rief am Abend zu seiner berühmt-berüchtigten Rede zusammen. „Dauert nur eine Stunde“, sagte er und alle wussten, dass er es natürlich ernst meinte. Die Mitgründerin des Kanals bat uns am Ende noch, unsere Erfahrung und die Weltoffenheit, die wir in dem Dorf an der Saale erfahren haben, zu nutzen und hinaus in die Welt zu tragen. Wenn ich das so schreibe klingt es zwar pathetisch, aber als wir da saßen, die versammelte Mannschaft aus allen Ecken der Welt, wirkte diese Botschaft so relevant und wahr wie nie.

Autor: Conny   |  Rubrik: studium  |  Jul 2, 2019

Bachelor live

Schauspielerin werden?

„Enne, erklär mir doch bitte nochmal, was du jetzt genau studierst? Aha, und was willst du dann später beruflich damit machen?“ So oder so ähnlich verliefen einige Gespräche mit meinen Freunden und meiner Familie, kurz nachdem ich mein Studium in Hildesheim begonnen hatte. Dass ich selbst nach den ersten Wochen noch nicht wirklich wusste oder beschreiben konnte, was sich hinter dem Studiengang „Kulturwissenschaft und ästhetische Praxis“ verbirgt und ich auch noch keinen konkreten Berufswunsch äußern konnte, brachte mich in so einige unangenehme Gesprächssituationen. Viele Menschen aus meinem Umfeld dachten zum Beispiel, dass ich Schauspielerin werde, obwohl ich ihnen das so nie gesagt hatte. Selbst, Kommilitonen und Kommilitoninnen, die schon mehrere Jahre in Hildesheim studieren, finden nicht direkt passende Worte, die das Studium in seiner Fülle beschreiben. Ich mochte jedoch von Anfang an den Gedanken, dass ich mir mein Studium so frei gestalten kann und mich jetzt beruflich noch nicht festlegen muss.
Was ich aber nicht wollte und immer noch nicht will, ist Schauspielerin zu werden. Das hat nichts damit zu tun, dass mir das Schauspielern oder das künstlerische Arbeiten keinen Spaß machen. Während meiner Schulzeit war ich bereits in einer Schauspielgruppe für Jugendliche und das Spielen mit den anderen brachte mir immer sehr viel Freude. Doch gerade, wenn die Aufführung näher rückte, merkten wir alle, wie anstrengend dieser Beruf sein konnte. Und ich war traurig, dass ich mir den Spaß an der Schauspielerei, meinem liebsten Hobby, so schnell nehmen ließ. Während meines Freiwilligen Sozialen Jahres, welches ich an einem deutschen Theater absolvierte, hatte ich zudem viel Kontakt zu Schauspielern und Schauspielerinnen und bekam oft mit, wie die Arbeitssituation war. Ich merkte, dass mir die nötige Leidenschaft für die Schauspielerei fehlte und die Nachteile dieses Berufs für mich überwiegten. Jetzt bin ich sehr froh in Hildesheim zu sein, nebenbei als Hobby weiter auf der Bühne zu stehen und zu wissen, dass mir noch viele weitere Türen offenstehen.

Autor: Enne  |  Rubrik: studium  |  Jul 1, 2019
Autor: Enne
Rubrik: studium
Jul 1, 2019