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Bachelor live

Erasmus – ein Muss?

Ja, Erasmus ist ein Muss! Das dachte ich mir vor einem halben Jahr, als ich mich für ein Erasmus-Semester in Málaga beworben habe. Und nur ein paar Wochen später kam die Zusage für meinen Auslandsaufenthalt. Schon im dritten Semester ins Ausland zu gehen ist unüblich, die meisten meiner Kommiliton*innen planen eher, das fünfte Halbjahr dafür ein. Das ist sehr nachvollziehbar, da die Regelstudienzeit oft sechs Semester beträgt und man im besten Fall den Großteil seiner Pflichtseminare in der Universität bis zu diesem Zeitpunkt absolviert hat. Das Erasmus-Semester kann man dann entspannt gestalten. Aber bis zum fünften Semester warten? Nicht mit mir! Mein Fernweh war zu stark, und so habe ich mich vor einigen Wochen in die Vorbereitung und Organisation meiner Reise gestürzt! Ich musste Dokumente für das International Office unserer Universität ausfüllen, damit ich meine Erasmus-Förderung erhalte, habe mich um einen Sprachkurs in Hildesheim und später in Málaga gekümmert, suchte nach einer Wohnung, musste meine eigene in Hildesheim ausräumen, recherchierte Flüge und kontaktierte meine Gasthochschule, um Daten und Informationen zu den Kursen des Semerster dort zu erfahren. Und das alles neben meinen sonstigen Studien- und Prüfungsleistungen für mein zweites Semester. Hin und wieder habe ich mir Bilder von Spanien angesehen und mich gefreut. Ich war vorher noch nie in Spanien und malte mir aus, wie es wohl sein würde, dort zu leben, wie mein Studium an der Schauspielschule dort abläuft und welche Leute ich kennenlernen werde. Die Kultur, das Essen, der Strand, ich war aufgeregt! Die Aufregung vermischte sich jedoch leider mit der Zeit auch mit dem Gefühl von Sorge und Angst. Was, wenn ich keine Wohnung finde? Wie war das nochmal mit den Flüssigkeiten im Flugzeug? Und was, wenn mein Spanisch so schlecht ist, dass ich kein Wort verstehe? Was, wenn ich keinen Anschluss finde? Und was, wenn einfach alles gut geht und ich mich nur sinnlos stresse? Man kann nie wissen, was passiert, und so nahm ich wohl den wichtigsten Punkt noch in meine To-Do-Liste mit auf: Atmen und entspannen!

Autor: Enne  |  Rubrik: studium  |  Aug 9, 2019
Autor: Enne
Rubrik: studium
Aug 9, 2019

Bachelor live

Alles nur Fake News?!

Den Begriff „Fake News“ haben wir wohl inzwischen alle schon einmal gehört: Spätestens seit Donald Trump ist er in aller Munde. Viele Journalisten mögen den Begriff übrigens gar nicht, hab ich gelernt: Weil er eben so eng mit Trumps Kritik an den etablierten Medien verbunden ist. Desinformation ist da ein Wort, das mehr umfasst. Während meines Auslandssemesters habe ich mich für einen sogenannten „Fellowship“ beworben, bei dem es eben um Desinformation ging – und die Zusage dafür bekommen! Gemeinsam mit sieben weiteren deutschen und acht US-amerikanischen Nachwuchsjournalisten durfte ich daher zuerst nach Washington D.C., dann nach Annapolis, Maryland und schließlich nach New York reisen, um Redaktionen zu besuchen und an Workshops teilzunehmen. Die Reise wurde von Cultural Vistas organisiert, einer Austauschorganisation mit Sitzen in den USA und in Berlin.

Was ich besonders eindrucksvoll fand: Wie unterschiedlich doch die Medienlandschaften sind! In Europa ist es alles andere als unmöglich, dass zum Beispiel die Europäische Union große Technologiekonzerne verklagt. In den USA sind die Gesetzgeber da noch bedeutend schüchterner. Ähnlich fallen oftmals die Meinungen aus, wenn es darum geht, ob falsche Zahlen veröffentlicht werden dürfen: Zum Beispiel wenn die britische Brexit-Kampagne damit wirbt, dass das Vereinigte Königreich mehr Geld an die EU zahlen würde, als es tatsächlich tut.

Die Ansicht, dass so etwas aufgedeckt und vielleicht sogar bestraft werden muss, ist bei uns Deutschen schnell da. Die US-amerikanischen Teilnehmer des Programms hielten oft dagegen: Sie sahen es zwar manchmal ähnlich, glaubten aber nicht, dass man tatsächlich dagegen vorgehen könnte, und beriefen sich auf die Meinungsfreiheit. Ich hätte gar nicht gedacht, dass sich da solche Meinungsunterschiede ergeben würden – umso spannender war es natürlich, das zu beobachten!

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Aug 8, 2019
Autor: Marie
Rubrik: studium
Aug 8, 2019

Bachelor live

Entwicklungen

Im Sommer vergangenen Jahre habe ich euch von meinem Praktikum bei einem Träger für Freiwilligendienste berichtet. Im Anschluss daran war ich weiterhin als Seminarassistentin tätig, um die Bildungsseminare der Freiwilligen zu begleiten. Damals hat gerade ein neuer Jahrgang den Dienst begonnen.
Ich kann mich noch gut an das Auftaktseminar erinnern, an dem nicht nur für die Freiwilligen alles neu war, sondern auch für mich. Selbst keine Freiwillige mehr zu sein, sondern Teil des pädagogischen Teams, ist ein riesiger Unterschied. An meine neue Rolle musste ich mich daher erst gewöhnen. Anfangs kannte ich beispielsweise kaum Methoden zur Anleitung von Gruppen und musste meine Kollegen ständig nach Hilfe fragen. Außerdem war ich total aufgeregt, wenn ich vor vielen Menschen gesprochen habe. Auch die Freiwilligen wirkten zu Beginn etwas orientierungslos. Viele von ihnen hatten kurz vorher die Schule beendet und wussten noch nicht so richtig, wie es weiter gehen sollte. Außerdem ist mir aufgefallen, dass sie für alles um Erlaubnis fragten, da sie es aus der Schule gewohnt waren, Fehler unter allen Umständen vermeiden zu müssen.
Vor kurzem fand nun das Abschlussseminar für diesen Jahrgang statt. Fast ein Jahr ist nun vergangen. Und seitdem ist viel passiert.
Mittlerweile bin ich routiniert in meinen Aufgaben als Seminarassistentin. Mir fällt es viel leichter, vor einer großen Gruppe zu sprechen und Übungen anzuleiten. Außerdem wurde ich durch die Vielzahl an Freiwilligen auf Unterschiede und individuelle Bedürfnisse innerhalb einer Gruppe sensibilisiert und habe gelernt, wie einfach es ist, auf alle Rücksicht zu nehmen. Das zeigt mir, dass ich auch neben dem Studium sehr viel Neues lernen kann.
Das Abschlussseminar war sehr offen gestaltet. Ohne Anleitung des Teams boten die Freiwilligen selbstständig Workshops und Aktivitäten an, bei denen sie sehr kreativ wurden. Vor einem Jahr wäre das in der Form bestimmt nicht möglich gewesen.
Meine Tätigkeit als Seminarassistentin werde ich auch im kommenden Jahrgang fortsetzten. Ich freue mich auf die neuen Freiwilligen und neuen Herausforderungen!

 

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Aug 7, 2019
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Aug 7, 2019