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Bachelor live

Sweet September

Nach drei ereignisreichen und sehr schönen Wochen in den USA bin ich wieder zurück in Deutschland. Nachdem ich in Minnesota eher in den Tag hinein gelebt habe und eine meiner Hauptbeschäftigungen darin bestand, am See zu liegen, wartet jetzt in Frankfurt erstmal wieder der Alltag auf mich: statt meiner Gastfamilie habe ich wieder meine beiden WG-Mitbewohner um mich und statt größtenteils draußen unterwegs zu sein, sitze ich ab jetzt wieder im Büro.
Trotzdem freue ich mich auf die kommenden Wochen. Der September ist seit ein paar Jahren nämlich mein absoluter Lieblingsmonat. Und das hat auch ein paar gute Gründe:
September bedeutet Semesterferien. Und das nicht nur für mich, sondern auch für die meisten meiner Freunde, mit denen ich nach dem ganzen Unistress, Klausuren und Hausarbeiten endlich wieder mehr Zeit verbringen kann. Schon im Laufe des Jahres haben wir sämtliche Aktivitäten und Unternehmungen stets auf den September verschoben, da sich dieser Monat dank der vielen freien Zeit am besten dafür eignet. Das bedeutet, dass wir bisher schon einiges geplant haben, beispielsweise ein Kurztrip nach Berlin für ein Festival und ein Besuch in einem Freizeitpark.
Ende des Monats findet außerdem das alljährliche Weinfest in meiner Heimat statt, auf das ich mich immer wieder freue. Zwar ist es jedes Jahr das gleiche und daher eigentlich nichts Besonderes, trotzdem ist es immer ein schöner Treffpunkt, an dem meine ganze Familie und alle Freunde und Bekannte zusammen kommen.
Dieses Jahr bleibt es im September zusätzlich spannend. In ein paar Wochen werde ich nämlich endlich die Bewertung auf meine Bachelorarbeit bekommen und mich dann auch endgültig für einen Masterstudiengang entscheiden!

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Sep 9, 2019

Bachelor live

Die Aufregung steigt!

Erasmus-Vorbereitungs-Endspurt! Es dauert nicht mehr lange, bis meine Reise nach Málaga beginnt. Noch nie war ich länger als drei Wochen am Stück im Ausland, nach meinem Abi habe ich weder Au-pair noch Work & Travel gemacht, so wie viele meiner Freundinnen. Meinen Vorsatz, jeden Tag mindestens eine halbe Stunde Spanisch zu lernen, habe ich in den vergangenen Wochen nur halbwegs erfüllt. Ich hoffe, dass mir in Spanien die Kenntnisse, die ich bis jetzt erworben habe, erstmal ausreichen. Vorsichtshalber habe ich einen zweiwöchigen Sprachkurs á 25 Stunden die Woche über meine Spanischlehrerin von der Uni in Málaga buchen lassen. Sie hatte Kontakte zu den verschiedenen Institutionen und konnte mich auch beraten, welche die beste ist. Meinen Flug habe ich bereits zwei Monate vorher gebucht, damit die Preise nicht zu hoch werden. Ich wollte nicht unbedingt in einem anderen Land umsteigen und auch nicht mitten in der Nacht losfliegen oder ankommen, daher war es gar nicht so einfach, etwas Passendes zu finden. Ich habe viele Fluganbieter verglichen und schließlich eine halbwegs angenehme Verbindung gefunden. Meine WG-Zimmer habe ich über Facebook gefunden. Von vielen Personen wurde mir geraten, den Facebook-Erasmus-Gruppen beizutreten und mein Gesuch dort zu veröffentlichen. Dass ich wirklich von jemandem angeschrieben werde, habe ich nicht erwartet, aber ich hatte Glück. Zwei sehr nette Mädchen suchten nach einer dritten Mitbewohnerin und stolperten über mein Profil. Bevor sie mich anschrieben, war ich in Kontakt mit Agenturen, die mir zwar Zimmer vermitteln konnten, aber dafür eine Provision in Höhe des Mietpreises wollten, was mir eindeutig zu teuer war! Durch das Erasmusprogramm erhalte ich zum Glück eine monatliche Unterstützung, sodass ich nicht befürchten muss, meine Miete mal nicht bezahlen zu können. Trotzdem wollte ich so sparsam wie möglich wohnen, damit ich vielleicht eher ein wenig durch Spanien reisen kann, als mein ganzes Geld in die Miete zu investieren. Nun heißt es für mich nur noch warten und Tee trinken und jeden Tag steigt die Aufregung ein wenig mehr. Ich bin sehr gespannt, welche Leute ich kennenlerne und ob es mir möglich ist, einen kleinen, authentischen Einblick in die spanische Kultur zu gewinnen. Ich hoffe es sehr!

Autor: Enne  |  Rubrik: orientieren  |  Sep 5, 2019

Bachelor live

Zwischen den Welten

Studio, Bibliothek, Schlafen, Studio, Bibliothek und dann wieder schlafen. So sieht mein Leben gerade aus. Von 8 Uhr morgens bis etwa 14.30 Uhr bin ich beim Radio und dann beeile ich mich schnell wieder nach Heidelberg zu kommen, um meine Sachen zu schnappen und mich in die Bibliothek zu setzen. Grund dafür ist, dass ich nur noch etwa drei Wochen für die Bachelorarbeit habe. Klar die Arbeit steht, aber die Verbesserungsvorschläge und Tipps von Freunden müssen noch eingearbeitet werden. Die eine oder andere Korrektur kostet dann auch nochmal Zeit und an einem Tag wie gestern saß ich dann bis kurz vor Mitternacht noch zwischen Büchern und Texten. Panik schleicht sich ein.
Eine sehr gute Freundin von mir hätte gestern Ihre Bachelorarbeit abgeben müssen und hat kurz nach der ersten Sichtung ihrer Betreuerin einen Anruf bekommen. Anscheinend war die Betreuerin völlig schockiert und hat ihr gesagt, dass sie diese Arbeit auf keinen Fall beim Prüfungsamt abgeben darf. Hätte sie offiziell abgegeben, wäre sie wohl durchgefallen. Die Freundin hat jetzt nochmal zwei Wochen Zeit bekommen ihre Arbeit zu überarbeiten. Der Schock saß tief. Ich habe bisher noch nie davon gehört, dass jemand durch seine Bachelorarbeit gefallen ist. Klar ist es theoretisch möglich, aber ist das wirklich schon mal passiert? Ich bin leider recht anfällig dafür, mich von der Panik anderer anstecken zu lassen. Was, wenn ich auch nicht bestehe? Was, wenn ich bei meinem Betreuer vorgeladen werde und er mir mit versteinerte Miene sagt, ich hätte keine Chance durchzukommen? Glücklicherweise konnte ich mich sofort an Freunde wenden, die mich beruhigt haben und mir auch gesagt haben, dass ich durchkommen werde mit meiner Arbeit. Dieser kurze Schock war jedoch sehr gut für mich, da ich nun mit dreifacher Motivation an meiner Arbeit tippe.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Sep 2, 2019