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Bachelor live

Was ich im Bachelorstudium gelernt habe

Vor wenigen Tagen habe ich meine Note für die Bachelorarbeit erhalten, ich habe bestanden! Ich kann es immer noch nicht ganz glauben, dass mein Bachelorstudium damit nun tatsächlich beendet ist. Drei aufregende Jahre und sechs lehrreiche Semester liegen hinter mir. Doch was habe ich in dieser Zeit wirklich gelernt, auch abseits des Hörsaalgebäudes und der Lehrveranstaltungen?
Erstens: Geduld lautet das Zauberwort. An der Uni kann es manchmal ein bisschen länger dauern. Seien es Prüfungsergebnisse, die auf sich warten lassen oder E-Mails an Professoren und Dozenten, die länger unbeantwortet bleiben. Die Uni ist und bleibt eben auch eine Verwaltung. Manchmal kann es sich zwar auch lohnen, noch ein zweites oder drittes Mal nachzufragen, oft gilt es aber, sich einfach in Geduld zu üben, bis man die Antwort, Information oder Ergebnisse bekommt, auf die man gewartet hat.
Zweitens: Plagiatsscanner lohnen sich. Nach einer sehr unschönen Erfahrung im vierten Semester, von der ich euch auch in diesem Blog berichtet habe, habe ich jede schriftliche Arbeit vor der Abgabe auf Plagiate geprüft. Dafür gibt es unzählige verschiedene Programme, die günstig oder sogar kostenlos sind. Seither spare ich mir dadurch einiges an Nerven und würde darauf nicht mehr verzichten wollen.
Drittens: Die Zeit neben dem Studium ist wertvoll. Freie Tage und insbesondere die Semesterferien können für Nebenjobs, Hobbys und ehrenamtliches Engagement genutzt werden. Durch meine Nebentätigkeiten habe ich mir einen guten Ausgleich zum Studium geschaffen und zusätzlich viele neue Leute kennengelernt, Freundschaften geschlossen und Kontakte geknüpft. Je nachdem wie viel Freizeit der Stundenplan einem lässt, kann ich nur empfehlen, diese Zeit sinnvoll zu nutzen.
Und viertens: Am Ende wird alles gut! Manche Angelegenheiten erscheinen auf dem ersten Blick vielleicht aussichtslos. In dem interessanten Seminar ist kein Platz mehr? Die Abgabefrist der Hausarbeit kann nicht ganz eingehalten werden? Die Gruppenarbeit läuft nicht so, wie sie sollte? Die Anmeldefrist für die Prüfung wurde verpasst? Kommunikation hilft fast immer, denn an der Uni gibt es für fast jedes Problem eine Ansprechperson. Und meiner Erfahrung nach findet sich am Ende für alles eine Lösung.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Sep 23, 2019
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Sep 23, 2019

Bachelor live

Albanien, Albanien

Seit gestern Abend bin ich zurück aus Albanien und kann noch immer nicht ganz glauben, was ich dort in einer Woche erlebt habe. Was soll ich sagen… es war mit Abstand die beste Woche meines Sommers. Los ging es in Tirana mit etwas zwanzig anderen jungen Menschen aus ex-kommunistischen hauptsächlich osteuropäischen Ländern. Mein erster Eindruck von dieser brütend heißen Stadt war sehr positiv. Die Straßen waren gefüllt von jungen Menschen und dem Lärm der Stadt. Nach einer kurzen Stadttour ging das Programm dann schon los und alle Teilnehmer lernten sich kennen. Nach einigen Momenten war klar, dass wir eine ziemlich coole und dynamische Gruppe mit großem Bedarf an Austausch und Kommunikation sind. Am nächsten Tag ging es dann in die Berge im Norden zum ehemaligen politischen Gefängnis in Spac. Dort erzählten uns ehemalige Gefangene ihre Geschichte und ihr erlebtes Grauen. Besondern beeindruckend fand ich, dass wir vor Ort an zwei Tagen die Flächen von Unkraut und Wildwuchs befreiten. Von der albanischen Regierung selbst wird kaum etwas dazu beigetragen, um den Ort zu schützen und zu konservieren, und das war auch sehr eindrücklich am schlechten Zustand der Gefängnisruine zu sehen. Tatsächlich selbst etwas zu leisten war ein wichtiger Schritt, wenn auch kein großer. Diese Tage in Albanien zwischen meinen neuen Freunden aus Bulgarien, Albanien, Polen und der Ukraine waren nicht nur spaßig, bereichernd und aufregend, sondern haben mir auch noch einmal deutlich gemacht, wie gut es mir geht. Hier in Deutschland gibt es eine funktionierende Struktur und Wohlstand, der mir nahezu alle Türen öffnet. Es ist kein Problem, Praktika in den verschiedensten Städten zu machen und ich bin überall sicher. Insbesondere die Gespräche mit Teilnehmern aus der Ostukraine haben mir eindrücklich klar gemacht, dass nicht allzu weit von Deutschland entfernt auch andere Zustände herrschen können. Ich bin sehr dankbar und immer noch beflügelt von dieser wundervollen Woche. Osteuropa wird mich noch öfter sehen!

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  Sep 20, 2019
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
Sep 20, 2019

Bachelor live

Umzug

Ich habe die ersten 18 Jahre meines Lebens in einem Haus verbracht, das meine Eltern kurz vor meiner Geburt in einem Dorf gebaut hatten. Noch heute verbinde ich dieses Haus mit meinen Kindheitserinnerungen und nenne es meine Heimat. Aber wahrscheinlich hat meine lange Sesshaftigkeit dort auch dazu geführt, dass ich nach dem Abi das Weite suchte und in eine mehrere Stunden entfernte Stadt zog, um dort mein FSJ zu machen. Mein Umzug war unkompliziert, nur ein paar Koffer transportiert in einem PKW. Die Wohnung war möbliert und auf ein halbes Jahr Mietzeit befristet. Es hätte sich nicht gelohnt, sich mehr als nötig einzurichten. Nach dem halben Jahr fand dann ein erneuter Umzug statt, andere Wohnung, selbe Stadt. Da ich schon neue Leute kennengelernt hatte, fragte ich, ob mir jemand helfen könnte und eine gute Freundin stürzte sich mit mir in das Umzugs-Abenteuer. Dieser Umzug gestaltete sich schon etwas schwieriger, da mir kein Auto zur Verfügung stand und ich inzwischen deutlich mehr Sachen besaß als beim Einzug. Also mussten wir mit Koffern, Jutebeutel und Kisten bepackt in die öffentlichen Verkehrsmittel. Mindestens vier Mal fuhren wir hin und her, bis alle Sachen vom Westen der Stadt in den Osten gebracht waren. Die Wohnung war wieder teilweise möbliert und wieder auf ein halbes Jahr befristet. Nach diesem halben Jahr ging es erstmal zurück nach Hause, weil ich in Hildesheim, wo ich ein Studium beginnen wollte, noch keine Wohnung hatte. Zum Glück hatte ich für diesen, bereits dritten Umzug in knapp einem Jahr, wieder ein Auto zur Verfügung und mich von einigen Sachen, die ich besaß, getrennt. Leider fand ich nicht sofort eine dauerhafte WG in Hildesheim, deswegen zog ich in eine möblierte „Übergangslösung“, wohnte dort einen Monat lang mit einem Koffer Klamotten, bis ich endlich in meine WG ziehen konnte. Bereits Umzug Nummer fünf, den ich mit dem Auto meiner Vermieterinnen machen durfte. Unglaublich froh und erleichtert war ich, als ich in dieser Wohnung ankam, da ich dachte, dass ich dort erstmal eine Weile wohnen könnte. Aber Pustekuchen. Denn schließlich entschied ich mich, mich für ein Erasmus-Semester zu bewerben. Schweren Herzens trennte ich mich also erneut von dieser WG und sah meinem nächsten, wieder temporären Umzug nach Málaga entgegen. Aber das Leben ist Veränderung und es wäre ja auch verdammt langweilig ohne, nicht wahr?

Autor: Enne  |  Rubrik: studium  |  Sep 13, 2019
Autor: Enne
Rubrik: studium
Sep 13, 2019