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Bachelor live

Polka!

Anfang des Jahres fand an meiner Schule der Tag der offenen Tür statt. Eine Bühnenshow durfte zu diesem Anlass an einer Schauspielschule natürlich nicht fehlen. Für meine Klasse war es die erste Gelegenheit, auf der Bühne des schuleigenen Theaters zu stehen, weswegen alle sehr aufgeregt und motiviert waren. Noch vor Weihnachten studierten wir daher im Tanzunterricht eine Polka ein. Die Polka ist ein sehr lebhafter Tanz, der besonders von großen Gruppen aufgeführt sehr eindrucksvoll aussieht. Wir probierten verschiedene Schritte aus, tanzten paarweise und alleine, im Kreis und anderen Formationen und auch Hebefiguren wurden mehrmals integriert. Da alles so perfekt wie möglich sein sollte, wurden nicht nur die Tanzschritte, sondern auch das Kostüm und das Makeup unter meinen Klassenkameradinnen ausführlich besprochen. Ich fand es sehr schön, den ganzen Trubel mitzuerleben, da ich selber lange nicht mehr auf einer Bühne stand und diese Aufregung immer sehr genossen habe. Mehrere Tage lang übten wir alles ein und bald schon stand der Auftritt vor der ‚offenen‘ Tür! Auch andere Klassen hatten Tänze und Performances einstudiert, die auf der Bühne präsentiert werden sollten. Am Abend vor dem besagten Tag gab es eine Generalprobe, bei der ich alle Auftritte ansehen durfte. Eine Klasse hatte einen Tanz im Stil der 20er Jahre choreografiert, eine andere führte akrobatische Übungen vor und viele weitere das, was sie in den letzten Monaten im Schauspiel- sowie Tanzunterricht gelernt hatten. Am nächsten Morgen war dann die Aufregung bei allen sehr groß. Wir kleideten uns in den Umkleiden hinter der Bühne um und probten ein letztes Mal, bevor wir auf die Bühne gerufen wurden. Zu unserer aller Erleichterung verlief unser Tanz reibungslos und wir erhielten viel Applaus. Danach hatten wir noch Unterricht, der auch für die Besucher zugänglich war. Am Nachmittag gingen meine Klasse und ich dann noch gemeinsam etwas essen. Und natürlich war das Essen eher zweitrangig, da Bilder und Aufnahmen von unserem Tanz und der gesamten Show, die von Angehörigen gemacht wurden, ausgetauscht, angeschaut und kommentiert wurden. Was für ein Tag!

Autor: Enne  |  Rubrik: studium  |  Feb 13, 2020
Autor: Enne
Rubrik: studium
Feb 13, 2020

Bachelor live

Vielfahrer

Ich saß im ICE auf dem Rückweg von Berlin nach München als mich eine E-Mail der Deutschen Bahn erreichte. „Wir freuen uns, dass Sie den BahnComfort Status erreicht haben. In Kürze erhalten Sie Ihre BahnCard25 mit BahnComfort Status.“ Ich war etwas überrascht, denn davon hatte ich zuvor noch nie etwas gehört. Ich dachte mir aber, wenn sich die Deutsche Bahn freut, dann werde ich das vielleicht auch tun und begann zu recherchieren, in welche exklusive Liga ich wohl aufgestiegen war und vor allem aus welchem Grund.
Ich erfuhr, dass ich nun den Status eines Vielfahrers erreicht hatte. Den erhält man als Inhaber einer BahnCard, wenn man innerhalb von zwölf Monaten mindestens 2.000 Euro für Bahntickets ausgibt. Kurz erschrak ich. Das war eine stattliche Summe, die ich da bereits nach nur knapp acht Monaten überschritten hatte. Ich könne jetzt viele exklusive Vorteile genießen. Dazu zählen freier Zugang zu den DB-Lounges inklusive kostenloser Getränke, bevorzugte Beratung im Reisezentrum, eine eigene Servicehotline, exklusive Sitzplätze in allen Zügen der Deutschen Bahn und kostenfreier Eintritt ins DB Museum! Nach Ankunft in München machte ich gleich die Probe aufs Exempel und steuerte die Lounge an. Ich hatte 45 Minuten Zeit bis ein Freund am Bahnhof ankam, mit dem ich dann gemeinsam zu mir nach Hause fahren wollte. Bisher war ich nur einmal in solch einer Lounge gewesen. Damals hatte ich durch glückliche Umstände ein Ticket der 1. Klasse erhalten.
Und tatsächlich, es funktionierte. Wenig später saß ich mit einem doppelten Espresso, einer kleinen Fanta und der Süddeutschen Zeitung auf einem roten Lederstuhl und genoss das alles sehr. Ich dachte an die vielen Fahrten, die mich im letzten Jahr durch ganz Deutschland, und vereinzelt nach Österreich und in die Schweiz geführt hatten. Dabei kam mir die Idee, dass die Bahn diesen Status auch nach Fahrtdauer statt nach Ticketpreisen bemessen könnte – Langfahrer statt Vielfahrer. Ich freute mich jedenfalls auf meine kommenden Bahnreisen und wenn ich mir die nächsten vier Wochenenden so anschaue, wundert es mich nicht mehr, offiziell als Vielfahrer zu gelten.

Autor: Conny   |  Rubrik: orientieren  |  Feb 12, 2020
Autor: Conny
Rubrik: orientieren
Feb 12, 2020

Bachelor live

Was bleibt

Von Zeit zu Zeit lohnt es sich, einen Moment innezuhalten und auf die letzten Jahre zurückzublicken. Eine prägende Zeit für mich war wahrscheinlich in Büsum, am Wattenmeer, wo ich direkt nach meinem Schulabschluss drei Monate Praktikant sein durfte. Erst hier bekam ich, nachdem ich schon lange Jahre vegetarisch und aus meiner Sicht relativ „grün“ gelebt hatte, einen richtigen Öko-Stempel aufgedrückt.
Ich bezweifle stark, das ich sonst für Themen wie Umweltschutz und Klimawandel so sensibilisiert wäre. Auch die konkrete Idee, Forstwissenschaft zu studieren, kam erst in Büsum auf.
Viele meiner Freunde stammen aus dieser Zeit. Selbst wenn wir uns aufgrund der großen Distanz unserer Studienorte nicht oft sehen, herrscht eine gewisse Grundvertrautheit zwischen uns. Und auch meine Mitbewohnerin aus Jena habe ich damals kennengelernt.
Tansania war eine Erfahrung ganz anderer Art, das Eintauchen in eine fremde Kultur empfand ich als sehr bereichernd und in manchem Hinblick als echten Augenöffner. Viele Rituale und Gewohnheiten, die wir in Deutschland haben, kann ich jetzt besser hinterfragen, denn ich weiß, dass es auch anders geht. Und wie ich zu Beginn des Beitrags ja schon erahnen habe lassen: Tatsächlich hält mich Anne, die Lehrerin, mit der ich in Tansania war, bis zum heutigen Tag immer auf dem Laufenden, wenn sie wieder neues Material und frische Impulse an die kleine afrikanische Grundschule bringt. Mit den Lehrern halte ich sporadischen Kontakt über WhatsApp und hoffe, eines Tages, wenn sich die Möglichkeit auftut, all meine Bekannten von damals wieder zu besuchen.
Mein einjähriges Physikstudium in Jena hat mir viel Kopfzerbrechen bereitet, hilft mir aber bei meinem zweiten Studium sehr, mit vielen Situationen weiß ich entspannter umzugehen. Und Jena selbst wird mir bestimmt als wahnsinnig tolle Stadt mit lieben Menschen im Gedächtnis bleiben.
Und so schwelge ich in meiner Nostalgie und freue mich schon auf die Erinnerungen, die ich hier in Freising sammeln werde.

Autor: Hannes  |  Rubrik: studium  |  Feb 7, 2020
Autor: Hannes
Rubrik: studium
Feb 7, 2020