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Studentenleben live

Das Eignungspraktikum

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

04.05.2015

Das Praktikum ist vorbei, die Bescheinigung hat mir zwei Credit Points im Wahlpflichtmodul KUBUS (Karriere und Beruf und Studium) gebracht und ich stecke schon wieder mitten im Prüfungsstress. Zeit für eine Bilanz.

Ich habe das Gefühl, dass mir das Praktikum viel gebracht hat. Ich weiß, dass der Lehrerberuf auf jeden Fall eine Option für mich ist – wenn auch lieber mit drei Fächern als nur mit zweien. Ich habe die Schule aus einer anderen Perspektive gesehen und mich auch selbst vor mehreren Klassen ausprobiert. Die Schüler mögen mich, Erklären klappt zumindest im Einzelgespräch sehr gut (das wusste ich aber auch schon vorher) und ich habe erstaunlich wenig Probleme damit, eine Klasse ruhig zu halten oder zur Mitarbeit zu bewegen.

Die negativen Impressionen beziehen sich eher auf generelle Sachen, die nicht am Lehrerberuf an sich, sondern am Arbeitsleben selbst liegen. Bislang war mir nicht klar, dass ich so viel Freizeit wie jetzt im Studium nie wieder haben werde – und ich weiß es vielleicht auch in den nächsten Semestern besser zu schätzen. Lehrer sein ist viel Arbeit, aber nicht mehr als jeder andere Job, der mir womöglich weniger Spaß macht und schlechter bezahlt wird.

Ehrlich gesagt weiß ich aber nicht, ob ich genau dieselben Aspekte mitgenommen hätte, wenn ich das Eignungspraktikum direkt nach dem Abi gemacht hätte. Gerade meine fünf Semester Studium waren wichtig, um den Unterschied zwischen Schule und Studium noch deutlicher zu erkennen. Die vielen Praxiselemente während des Lehramtsstudiums halte ich aber auf jeden Fall für sinnvoll. Im Gespräch mit dem Fachleiter einer Referendarin, kam heraus, dass er kürzlich erst einen Referendar verloren hatte, der mit der Unterrichtssituation nicht klar gekommen war. Mindestens fünf Jahre lang zu studieren und dann festzustellen, dass der Beruf doch nichts für einen ist, stelle ich mir ziemlich hart vor. Da testet man sich doch lieber vor und während des Studiums schon aus.

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