interaktiv

Barrierefrei promovieren

Helfende Hände

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

29.03.2011

Als blinde Studentin habe ich, wie in meinem Blog „Barrierefrei studieren“ erzählt, zahlreiche prägende Erfahrungen gemacht. Sie durchgehend als angenehm zu bezeichnen, wäre vermessen. Und doch, einige von ihnen haben mir weitergeholfen. Denn sie haben mir deutlich aufgezeigt, wohin der Weg geht und welche Hürden ich überwinden muss, um am Ende im Ziel einzulaufen.

So wird sich vieles von dem, was ich in den letzten Jahren durchlebt habe, in den nächsten wiederholen. Denn ob ich nun an meiner Magisterarbeit oder an meiner Promotion sitze, das macht letztlich keinen Unterschied. Ein Thema auswählen. Den Forschungsstand sondieren. Vorhandene Werke im Detail analysieren. Neue Schlüsse ziehen. Und, vor allem, Neues in Erfahrung bringen. Ausgerüstet mit einem, in meinem Fall, sprachgesteuerten Diktiergerät. Mit Scanner und Screenreader, anstatt mit Block und Bleistift. Und unterstützt von vielen, die ihre gesunden Augen in meine Dienste stellen. Meine Eltern vor allem. Und auch Freunde, die mir beim Querlesen behilflich sind oder mir das diktieren, was der Scanner nicht erfassen konnte, weil irgendein Student in das Buch hineingekritzelt hatte. Und, nicht zuletzt, die Bibliotheksmitarbeiter, die Bücher für mich heraussuchen oder, auf der Suche nach bestimmten Artikeln, Stapel von Zeitschriften mit mir durchkämmen. Ohne all diese helfenden Hände wäre es schwierig geworden, die Herausforderung Magisterarbeit zu meistern. Und gleichermaßen tragen sie nun auch zu meiner Doktorarbeit bei.

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