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Was jetzt? (Teil 1)

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

09.05.2011

Meinem Thema muss eine Theorie zugrunde liegen? Und wo soll ich die finden? Wo, wenn ich nicht einmal weiß, in welchen Büchern ich danach suchen kann?

Solche und ähnliche Fragen habe ich mir in den vergangenen Wochen gestellt. Der Beginn meines Dissertationsvorhabens: Ein ewiges Hin und Her.

Ich entwarf ein Konzept, das andere nur für „ein erstes Brainstorming“ hielten. Zunächst bestürzte mich das. Mir ging nicht auf, was genau ich anders machen sollte, was ich besser machen konnte. Aber ich wusste, dass ich mich umorientieren musste. Dass ich andere Bücher zu scannen und zu lesen hatte. Beispielsweise Bücher zum Thema Marktanalyse. Gesagt, getan. Aber als ich das nächste Mal Rücksprache hielt, stellte sich schnell heraus, dass sich dieser Teil meines ursprünglichen Brainstorming-Konzepts nicht zu einer Dissertation ausweiten ließ: Der Blindenbuchmarkt ist zwar erweitert worden, aber eine grundlegende Umwälzung, bei der die Arbeit ansetzen könnte, hat es ja nicht gegeben. Und ist der Blindenbuchmarkt überhaupt ein Markt? Sicher, Angebot und Nachfrage kommen auch hier zusammen. Aber es gibt über weite Strecken keinen Wettbewerb. Keine Konkurrenz. Und somit gibt es auch keine Theorie, die dazu passen würde. Aber die ist nun einmal unbedingt notwendig ... Schließlich führt eine rein deskriptiv-analytische Arbeit nicht ans Ziel.

Es überraschte mich nicht, dass ich mit einem derartigen Resultat aus der Beratung kam. Denn genau so hatte auch ich die Lage diesmal eingeschätzt. Nur, was jetzt?

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