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Die Themenfindung (Teil 2)

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

07.06.2012

Das war ein erster Ansatzpunkt. Den musste ich als Nächstes konkretisieren. Was schwieriger wurde, als ich gedacht hätte. Ich las mich in die Literatur ein, dachte über das Gelesene nach. Fand, auch im Gespräch mit den Dozenten, Fragen, die ich nicht beantworten konnte und las wieder. Nicht immer das Richtige. Ich las wirtschaftswissenschaftliche Grundlagenwerke. Der Inhalt ging weit an dem vorbei, was ich mit der Lektüre bezweckte. Bis ich doch zu dem Ergebnis gelangte, dass eines nicht möglich war: eine Marktanalyse. Alleine schon, weil im Segment der blindenspezifischen Medien nicht Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen. Die Einrichtungen, die Punktschriftbücher und Talking Books speziell für Blinde produzieren, verfolgen keine Gewinnerzielungsabsicht. Also gibt es keinen Markt. Und damit kann es auch keine Marktanalyse geben.

Nun gut. Aber was dann?

Ich musste weiterlesen. Und blieb – auf der Suche nach einem bestimmten Detail – an dem Buch von Katharina Eberenz hängen: Lesen mit Händen und Ohren. Für meine Arbeit ist das ein wesentliches Werk. Ich hatte es vorher nicht nur einmal durchgesehen. Und doch stellte ich nun fest, dass da stand: Es gibt keinen Markt.

Verdammt! Hätte ich diese Erkenntnis, diese Stelle noch im Kopf gehabt, dann wäre mir eine Menge Arbeit erspart geblieben. Und so etwas ist mir nicht nur einmal passiert, obwohl ich doch gründlich und gewissenhaft arbeite. Mit etlichen Vermerk-Dateien. Aber offenbar ist mein System nicht hinreichend ausgereift.

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