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Die Kunst der kleinen Schritte (Teil 2)

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

31.10.2012

Das Kapitel zu den Lesemedien, an dem ich seit einigen Wochen arbeite, setzt sich aus zahlreichen Teilabschnitten zusammen: Die Bedeutung des Lesens für Blinde. Der Leseprozess. Die Brailleschrift. Die Produktion von Punktschriftbüchern. Die Herstellung von Digital Talking Books. Das Produktionsverfahren. Die Distribution. Rechtliche Vorgaben und institutioneller Rahmen. Damit sind nur einige Aspekte genannt. Und ich sollte immer nur an die Aufgabe denken, die vor mir liegt. Eine bestimmte, kurzfristige Recherche, die Lektüre eines wichtigen Buchs oder das Verfassen eines Unterkapitels.

Nur wäre das schon wieder zu viel. Ich schreibe jetzt nicht ein Unterkapitel, sondern eine Seite. Oder eineinhalb. Zwei Seiten kann ich in den seltensten Fällen an einem Tag bewältigen. Und das muss ja auch nicht sein. Stattdessen sollte ich mir Ziele setzen, die realistisch sind. Gut, wenn ich sie dann auch erreiche. Und halb so schlimm, falls nicht.

Ich nenne das „die Kunst der kleinen Schritte. Und wenn ich sie beherrsche, werde ich es schaffen. Dann werde ich meine Doktorarbeit schreiben!

Bisher habe ich etwa zwei große Kapitel ausformuliert. Beide liegen im ersten Entwurf vor und müssen später noch einmal überarbeitet werden. Insgesamt habe ich 80 Seiten; in eineinhalb Jahren!

Aber auch das gehört dazu: Detaillierte, sorgfältige Arbeit, bei der wenig Zählbares herauskommt, die sich aber am Ende doch bezahlt macht.

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