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Barrierefrei promovieren?

Ich kann, wenn ich nur will

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

23.01.2013

„War doch gar nicht so schlimm“, sage ich mir dann. Und ich weiß, dass ich das im Grunde auch vorher schon wusste. Weil es nie schlimm ist. Dennoch bezweifle ich nicht im Mindesten, dass ich auch vor der nächsten Besprechung mit meiner Doktormutter wieder sehr angespannt sein werde. Warum also?

Vielleicht ist es ja die Angst, mir etwas vorgenommen zu haben, das sich als zu groß erweisen könnte. Die Angst, mit meiner Dissertation zu scheitern. Denn das ist keine Magisterarbeit mehr. Als ich die Zusage meiner Professorin bekam, wusste, dass sie mein Projekt betreuen würde und als ich daraufhin auch selbst zusagte, wie bei einer Vertragsschließung, da ahnte ich noch nichts von den Welten, die zwischen einer Magisterarbeit und einer Doktorarbeit liegen. Klar, dachte ich noch, du sitzt jetzt Jahre, nicht Monate. Du schreibst, anstatt 90 Seiten, vielleicht 300 oder 500. Du musst durchhalten. Aber zäh war ich ja schon immer. Ich setze mir ein Ziel und dann realisiere ich es auch. Das mag kosten, was es will – Hauptsache, ich erreiche, was ich mir vorgenommen habe. Solange das Ergebnis alleine in meiner Hand lag, hat es bisher keine Ausnahme gegeben. Doch angenommen, ich versuche alles, aber am Ende reicht es nicht aus? Ich muss erkennen, dass es bei meinen vielen Projekten eine Herausforderung gibt, der ich nicht gewachsen bin.

Damit würde etwas wegbrechen, worauf ich mich immer verlassen, ja stützen konnte: die Gewissheit, dass ich kann, wenn ich nur will. Dass es immer nach vorne geht, nie zurück. Diese Garantie treibt mich an.

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