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So wird es sein, in ein bis zwei Jahren

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

27.06.2013

Seit beinahe fünf Semestern sitze ich nun schon im Kolloquium der Erlanger Buchwissenschaft. „Diskussion wissenschaftlicher Arbeiten und Doktorandenseminar“, so heißt es genau. Die Teilnehmer sind Mitarbeiter des Lehrstuhls und Doktoranden. Immer wieder laden wir auch auswärtige Referenten ein.

Aber in all der Zeit hat noch keiner von uns seine Dissertation beendet. Bis vor ein paar Wochen einer aus der Runde seinen Abschlussbericht präsentierte. Der Erste, der – solange ich das Kolloquium besuche – seine Doktorarbeit fertigstellen wird.

Er trug vor, wie er sein Thema bearbeitet und welche Forschungsergebnisse er erzielt hat. Ich fand das interessant und beeindruckend gleichermaßen. Rund eineinhalb Stunden redete er; die gleiche Zeit, die man bei Vorlesungen hat, um eine Sitzung zu gestalten. Und ich schätze, er hätte noch einiges mehr erzählen können. Sicher wird es mir auch einmal so gehen, denn jahrelang an einem Thema zu forschen und das dann auf 90 Minuten zu begrenzen, ist bestimmt nicht leicht.

Es war – ich kann es nicht anders sagen – ein erhebendes Gefühl, diesen Bericht zu hören. Mit großer Anerkennung zu wissen: Der hat es geschafft. Und ich werde auch so weit kommen. Ich erinnere mich, wie meine Betreuerin zu mir sagte: „Wenn Sie die Doktorarbeit abgeben, haben Sie etwas Großes geleistet.“ Vielleicht sagte sie auch: „Dann können Sie stolz auf sich sein.“ Ich fühlte es in diesem Moment. Wärme, die in meinem Bauch aufstieg und wahre Zufriedenheit. So wird es sein, in ein bis zwei Jahren.

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