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Barrierefrei promovieren

Wo das alles noch endet ...

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

03.09.2013

Ich hätte ein neues Probeinterview führen können. Mit einer neuen Teilnehmerin, die ich allerdings noch finden musste. Konkret brauchte ich eine Frau, die zum einen von Geburt an blind und zum anderen mindestens 60 Jahre alt war. Auch wenn es bei den Testbefragungen eigentlich nicht erforderlich ist, die Kriterien, die ich für die Studie gewählt habe, genauso einzuhalten. Hier geht es weniger darum, wen ich befrage. Wichtig ist nur, den Interviewleitfaden zu testen: Sind alle Fragen verständlich formuliert? Ist das Thema „Lesemotivation und Buchnutzung“ in allen Punkten abgedeckt oder fallen meinen Gesprächspartnern weitere Aspekte ein, die ich berücksichtigen sollte? Und wie lange dauert so ein Interview? Mit welchen Leuten sollte ich sprechen? Wen kann ich erreichen? Und wie? Persönlich oder doch lieber am Telefon ...

Auch das sind Fragen, die mich in den letzten Wochen immer wieder beschäftigt haben. Zum Einstieg wollte ich das Kapitel über blinde Menschen in Deutschland schreiben. Ich dachte, das könnte ich an einem Tag erledigen. Aber dann wurde es kompliziert. Wie ich das schon mehrfach bei meiner Doktorarbeit feststellen musste: Punkte, von denen man im Vorfeld glaubt, dass sie sich schnell und leicht bewältigen lassen, beanspruchen plötzlich nicht Stunden, sondern Tage oder Wochen.

Gut, das ist vielleicht ein bisschen übertrieben. Aber so fühlt es sich zumindest an. Ich muss Zeit investieren, die ich vorher so nicht eingeplant hatte. Also brauche ich insgesamt länger. Da frage ich mich schon, wo das alles noch endet ...

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