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Wie finanziere ich das?

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

09.09.2013

„Und, studiert sie noch?“, fragen die Leute immer wieder. Wegen meiner Sehbehinderung passiert es dauernd, dass sie nicht mit mir, sondern über mich sprechen, obwohl ich daneben stehe; als wäre ich nicht blind, sondern taub, und als könnte ich nicht antworten. Manchmal wende ich mich ab, um nicht schroff zu reagieren. Und der, mit dem ich gerade unterwegs bin, erklärt: „Nein, sie schreibt schon ihre Doktorarbeit.“

Dann staunen die Leute und äußern ihre Bewunderung, was mich jedes Mal verlegen macht. Bekommen alle Promotionsstudenten so viel Anerkennung? Oder liegt das vor allem an meiner Sehschwäche?

Ich denke, es trifft beides zusammen. Nicht jeder könnte seine Doktorarbeit schreiben, denn ein solches Projekt erfordert Willensstärke und Disziplin. Und ich weiß nicht, was sich Menschen, die nie wissenschaftlich gearbeitet haben, noch so alles vorstellen. Auf jeden Fall ist ihnen klar, dass eine Doktorarbeit etwas Großes ist. Dass jeder, der diese Herausforderung annimmt, viel Zeit und Aufwand investieren muss. Ich habe mich darauf eingelassen, trotz meiner Behinderung ...

Aber – und das ist der nächste Punkt – wie finanziere ich das?

Ich begegne Leuten auf der Straße, die ich kaum kenne, die mich aber trotzdem danach fragen. Will ich denn wissen, wie sie abgesichert sind?

Fest steht, dass es Möglichkeiten gibt, parallel zur Arbeit an der Dissertation auch Geld zu verdienen. Zum Beispiel als wissenschaftlicher Mitarbeiter oder über ein Stipendium. Darüber werde ich in den nächsten Beiträgen berichten.

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