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Warum Biographin?

Sicher, weil ich gerne schreibe. Das ist der erste und einfachste Grund. Bereits in der Grundschule habe ich versucht, Romane zu schreiben. Mit 13 konnte ich mein erstes Buch beenden. Nach dem Abitur beschloss ich, Buchwissenschaft zu studieren, weil ich wissen wollte, in welchem Umfeld sich Autoren bewegen. Und 2010, während ich tief in den Magister-Abschlussprüfungen steckte, wurde mein erster Roman veröffentlicht.

Ich arbeitete an Romanen, Krimis und Kurzgeschichten, ich verfasste wissenschaftliche Texte – warum nicht auch Biographien?

Die Bekannte eines Freundes rief mich an, weil sie ihre Biographie schreiben wollte und jemanden suchte, der ihr dabei helfen könnte. So nahm der Gedanke in meinem Kopf Gestalt an.

Doch die biographische Arbeit sieht ganz anders aus als das wissenschaftliche Schreiben. In beiden Fällen muss ich recherchieren und gewissenhaft sein. Ist die Biographie fertig, freut sich mein Auftraggeber in der Rege. Doch es dauert drei oder vier Jahre, bis die Doktorarbeit abgeschlossen ist. Und wem, frage ich mich manchmal, habe ich danach geholfen?

Ich beschäftige mich in meiner Dissertation mit Buchnutzung und Leseverhalten blinder Menschen. Das Ziel der Arbeit besteht zum einen darin, die Bedürfnisse (beziehungsweise Motive), also letztlich die Leseinteressen blinder Mediennutzer zu ermitteln. Zum anderen soll aufgezeigt werden, ob sie mit dem vorhandenen Medienangebot zufrieden sind. Am Ende stehen idealerweise Verbesserungsvorschläge für Blindenbibliotheken und kommerzielle Anbieter wie Buchhandlungen oder Downloadportale. So gesehen ...

Autor: Daniela  |  Rubrik: studium  |  Nov 4, 2013
Autor: Daniela
Rubrik: studium
Nov 4, 2013

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Welches Stipendium passt zu mir? (Teil 3)

Neben meiner Doktorarbeit, an der ich inzwischen seit fünf Semestern herumschraube, kann ich für die Bewerbung nichts nachweisen: keine Veröffentlichung, keinen Vortrag bei einer Tagung. Nicht einmal, dass ich häufig zu Tagungen oder sonstigen Veranstaltungen an anderen Universitäten gefahren wäre. So gesehen dränge ich mich bei den Gremien, die über die Vergabe der Stipendien entscheiden, garantiert nicht auf. Ich dürfte eher den Eindruck hinterlassen, nicht besonders engagiert zu sein. Wenigstens habe ich für die Dissertation eine andere Forschungsrichtung gewählt als vorher in der Magisterarbeit, aber das reicht sicher nicht aus, um groß zu punkten.

Und was passiert, wenn ich diesen Weg in Gedanken weiter verfolge? Welche Pläne, welche beruflichen Ziele habe ich?

Wenn ich das Stipendium bekommen will, muss ich hauptsächlich mit wissenschaftlicher Arbeit beschäftigt sein. Die Stunden, in denen ich etwas anderes arbeite, sind klar begrenzt. Aber eine Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin habe ich 2011, als ich mich für die Dissertation entscheiden musste, nicht gefunden. Ich habe mir aber auch gesagt, dass ich nicht von früh bis spät an einem Schreibtisch sitzen kann. Jahrelang nur für die Doktorarbeit lesen und schreiben ... Nein, das konnte ich mir nicht vorstellen. Es wäre, für mein Empfinden, zu ruhig geworden.

Vielleicht würde ich ja später noch eine Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin bekommen. Doch in der Zwischenzeit wollte ich mir noch etwas anderes aufbauen: Ich wollte Biografin werden.

Autor: Daniela  |  Rubrik: studium  |  Oct 22, 2013
Autor: Daniela
Rubrik: studium
Oct 22, 2013

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Welches Stipendium passt zu mir? (Teil 2)

Um herauszufinden, ob das Stipendium für mich geeignet ist, wandte ich mich an den Ansprechpartner der Universität. Ich hätte sofort dort anrufen sollen, anstatt mir vorher lange den Kopf zu zerbrechen. Denn meine Fragen waren schnell beantwortet. Man stellte mir aber auch welche:

„Wie viel verdienen Ihre Eltern?“ So genau weiß ich das nicht. Aber ich konnte natürlich angeben, in welcher Position sie arbeiten und wie viele Stunden pro Woche.

Als Nächstes erkundigte sich die Frau am Telefon nach meinem religiösen Hintergrund. Ich erklärte ihr, dass ich zwar getauft wäre, aber mich nicht hätte konfirmieren lassen. Ein ungewöhnlicher Schritt, aber ich glaube nun einmal nicht an Gott. Bezogen auf die Studienbeihilfen der Eva-Schleip-Stiftung bedeutete das, dass ich mit einer Bewerbung bloß meine Zeit verschwendet hätte. „Es ist ein Ausschlusskriterium, wenn Sie nicht konfirmiert sind. Eva Schleip wollte das so.“

Vielleicht ein bisschen altmodisch, aber ihr Testament stammt ja auch schon aus dem Jahr 1967.

Gut, es gibt noch andere Stipendien. Zum Beispiel vergibt die Friedrich-Alexander-Universität auch regelmäßig ein Abschlussstipendium. Hier werden also Doktoranden gefördert, die sich in der letzten Phase ihrer Dissertation befinden. Vorausgesetzt, sie planen ihre Karriere in Wissenschaft und Forschung. Wie sie ihre Laufbahn gestalten wollen, ist in der Bewerbung ausführlich zu erläutern. Nur habe ich seit meiner Magisterarbeit in der Wissenschaft nicht mehr gemacht, als meine Dissertation voranzubringen. Ob ich da wohl Chancen habe?

Autor: Daniela  |  Rubrik: studium  |  Oct 15, 2013
Autor: Daniela
Rubrik: studium
Oct 15, 2013