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Gute Freunde

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

27.01.2014

Inzwischen habe ich 28 von 56 Interviews geführt, also genau die Hälfte. Und ich habe durch diese Gespräche auch zwei gute Freunde gefunden. Das ist verrückt, manchmal kann ich es selbst kaum glauben. Aber ich verstehe mich mit diesen beiden so gut, dass wir häufig telefonieren oder mailen. Mittlerweile haben wir uns auch persönlich getroffen. Seit dem ersten Kontakt sind nur ein par Wochen vergangen, aber ich kann mir kaum noch vorstellen, wie der Alltag ohne sie funktionieren sollte. Weil sie mir Kraft geben und mich für meine Projekte motivieren. Hätte ich für meine Dissertation ein anderes Thema gewählt, wäre ich ihnen nie begegnet.

Wichtig ist allerdings auch hier, eine klare Trennung einzuhalten. Erst das Interview, dann kann ich eine persönliche Beziehung aufbauen. In einem Fall bedeutete das, dass der Befragte mir am Tag nach dem Interview gefühlt fünf E-Mails schrieb. Und jede von ihnen war zwei Seiten lang.

Die Frau, die mir gleich zu Beginn eine halbe Stunde lang ihr Leben erzählte, habe ich für meine Stichprobe danach nicht mehr berücksichtigt. Denn ich will, so weit sich das realisieren lässt, sauber arbeiten. Und wenn es jemand anderen gibt, der an ihrer Stelle in meiner Auswahl stehen könnte, nehme ich besser den als Interviewpartner.

Vielleicht ist das übertrieben, doch so bekomme ich eher das Gefühl, mich richtig zu verhalten. Ich werde ruhiger, weil ich weiß, dass ich sicher und professionell agiere. Und dieses Empfinden zählt doch am Ende am meisten.

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