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Soll ich aufhören?

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

15.05.2014

Ich schätze, dass jeder Doktorand früher oder später den Punkt erreicht, an dem er sich fragt, ob er aufhören soll. Oder anders ausgedrückt: wie lange er noch durchhalten kann. Und zu welchem Zweck? Seit drei Jahren arbeite ich an meiner Dissertation. Zwei weitere liegen noch vor mir, nehme ich an. Bisweilen kommt mir dieses Projekt vor wie ein Berg, den ich nicht überwinden kann. Dann wieder wünsche ich mir, ich hätte ein anderes Thema gewählt. Aber ich denke, es gehört dazu, dass ich mich ab und zu auch genervt, gelangweilt oder überfordert fühle.

Außerdem ist das Problem ein anderes: die Finanzierung. Ich promoviere extern. Das heißt, dass ich nicht, wie einige andere, ein sicheres Einkommen als wissenschaftlicher Mitarbeiter habe. Und ich habe auch kein Stipendium.

Ich verdiene mein Geld auf anderen Wegen. Zum Beispiel, indem ich mir als Biographin etwas aufbaue. Aber das kostet Zeit und Kraft, genau wie die Doktorarbeit. Beides zusammen ist mir manchmal zu viel. Hier und da komme ich ein Stück voran, aber in keinem Bereich so sehr, wie ich es mir wünsche. Am Ende fühle ich mich unzufrieden und beginne, an mir selbst zu zweifeln ...

Ja, es gibt solche Tage, die mich zu der Frage führen, ob ich aufhören soll. Aber es gibt auch bessere Phasen, in denen ich davon überzeugt bin, das Richtige zu tun. Nur mit einem Doktortitel habe ich die Möglichkeit, einen Lehrauftrag zu bekommen. Es wäre schön, wenn ich an Fachhochschulen unterrichten könnte. Und das ist nicht das Einzige, wofür ich kämpfe.

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