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Ein Semester Zeit

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

03.09.2014

Samstagabend, in einem Lokal feiern wir den 50. Geburtstag meiner Tante. Das Essen ist lecker und vielfältig, aber ich nehme nur wenig. Von der Band, die seit einer halben Stunde spielt, verstärken sich meine Kopfschmerzen. Dann lasse ich mich, obwohl mir das selber widerstrebt, von meinem Vater nach Hause fahren. Ich möchte mich einfach bloß noch hinlegen, ein bisschen mit meinem Freund telefonieren und dann schlafen. Das hilft hoffentlich gegen Schwindel, Übelkeit und Schüttelfrost.

Aber was ist das eigentlich? Brüte ich gerade eine Krankheit aus? Oder sind es Signale meines Körpers, dass ich schon wieder erschöpft bin? Ich muss lernen, bestimmte Dinge zurückzustellen. Oder auch einmal Termine abzusagen, so schwer das für mich sein mag.

In den letzten Wochen habe ich meine Aktivitäten um 30 Prozent reduziert. So schätze ich das ein. Gleichzeitig ist mir bewusst, dass das nicht genügt, um meine Depressionen in den Griff zu bekommen. Andererseits erkenne ich aber auch den Fortschritt, im Gegensatz zu früher. Und ich will weiter daran arbeiten.

Mit meiner Doktormutter habe ich inzwischen einen guten Weg gefunden. Bis Februar gibt sie mir Zeit, um die Interviews, die noch liegen geblieben sind, vollständig abzuschreiben. Das ist ein halbes Jahr. Ein Semester. Sollte reichen, um die einzelnen Textpassagen auch noch den verschiedenen Fragen zuzuordnen. Dann kann ich mich im März, spätestens im April in die Auswertung vertiefen. Das wird der schwierigste und zugleich umfangreichste Teil. Aber wer weiß? Bis dahin bin ich vielleicht wieder richtig fit!

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