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Barrierefrei promovieren

Was bedeutet eigentlich „barrierefrei“? (Teil 2)

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

22.10.2014

Als ich noch studiert habe, in meinem letzten oder vorletzten Jahr, erhielt ich eine sehr interessante E-Mail von der Universität. Ein Dozent suchte nach blinden und sehbehinderten Studenten, von denen er einiges erfahren wollte.

Ich war begeistert, dass sich jemand dafür interessierte. Mehr noch, weil es sich nicht um eine wissenschaftliche Studie handelte. Das Ziel sollte es sein, den Standort Erlangen für blinde Studenten attraktiver zu gestalten.

Sofort beantwortete ich die Fragen, die in der E-Mail enthalten waren. Danach dauerte es nicht lange, bis sich Herr Krebs, der Dozent, mit mir in Verbindung setzte. Wir vereinbarten ein Treffen für die nächsten Tage. Ich weiß noch, dass wir dann in den Park gingen. Eine angenehme Atmosphäre, um schwierige Themen zu besprechen.

Wir unterhielten uns lange. Herr Krebs hörte aufmerksam zu. Und er erklärte mir, was sein Anliegen war und was er erreichen wollte. Sicher, er konnte das nur langsam aufbauen. Aber Schritt für Schritt den Betroffenen das Studium erleichtern, den Austausch zwischen ihnen und der Universität fördern …

Einfach würde das nicht werden. Wir brauchten Zeit und Geduld. Zunächst ging es darum, dass Herr Krebs sich einen Überblick verschaffen wollte, wo die Probleme überhaupt lagen. Und dann würde er entsprechend reagieren.

Was er bis heute tut. Ich kann mich mit jeder Frage an ihn wenden, solange sie irgendwelche Einschränkungen betrifft, die ich als behinderte Doktorandin erlebe.

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