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Auf dem Prüfstand

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

02.01.2015

Vorher habe ich mich nervös gefühlt, danach breitet sich Erleichterung aus. So ist das jedes Mal, wenn ich einen Vortrag halten soll. Bei meiner ersten Lesung aus meinem neuen Buch, die vor einigen Tagen stattgefunden hat, erging es mir ebenso. Und jetzt wieder, da ich im Doktorandenseminar meine Arbeit vorstellen soll. Nur dass es mich hier noch stärker angreift.

Schließlich geht es nicht nur darum, dass ich vor Publikum stehe und einen guten Eindruck hinterlassen will. Wenn ich einen Roman geschrieben habe, spricht er einige Zuhörer an und andere nicht. Das ist einfach so. Aber hier, bei meiner Dissertation, wird meine Arbeit überprüft. Was habe ich in den letzten Monaten geleistet? Und was ist als nächstes geplant?

Vielleicht muss ich ja umdenken, nachdem ich meine Präsentation gehalten habe. Weil berechtigte Einwände kommen, die mir selbst nicht aufgefallen sind.

Und die Personen, mit denen ich diskutiere, bringen viel Erfahrung mit. Da sitzen Professoren, Mitarbeiter des Lehrstuhls und weitere Doktoranden. Die denken und fordern auf hohem Niveau.

Doch bisher, kann ich mich beruhigen, gab es keine größeren Schwierigkeiten. Zwei Mal habe ich in diesem Rahmen meine Doktorarbeit präsentiert, über theoretische Ansätze und das Lesemediensystem für Blinde gesprochen. Das ist nicht oft in drei Jahren. Und vermutlich bin ich auch deshalb so nervös, weil der Termin immer näher rückt. Aber hinterher empfinde ich bestimmt eine innere Leichtigkeit, die mich beflügelt – das war zumindest bisher immer so.

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