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Verdammt

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

17.02.2015

Angefangen hat es damit, dass ich die ganze Nacht über zur Toilette rennen musste. Dann vermutete mein Freund, dass ich Fieber hätte. Ich war mir da nicht so sicher. Aber wie sich dann zeigte, hatte er recht – als Arzt hatte er die richtige Diagnose gestellt, während ich das Fieber noch gar nicht so fühlte. Darüber kann ich lächeln, aber insgesamt bin ich gefrustet. Ich fühle mich ans Bett gefesselt, habe Kopf- und Gliederschmerzen. Sobald ich aufstehe und ein paar Meter laufe, wird mir schwindelig. Und wenn ich an Essen nur denke, steigt die Übelkeit in mir hoch. Meine Mutter sagte einmal: „Es gibt für dich keine schlimmere Qual, als untätig herumzusitzen.“ Das stimmt genau!

Ich wollte weiter arbeiten, die Auswertungen der Interviews für meine Doktorarbeit voranbringen. Stattdessen kann ich praktisch nichts tun. Und so etwas ärgert mich. Weil es mir unendlich schwer fällt, mich mit dieser Situation zu arrangieren. Schließlich wird die Arbeit davon nicht weniger. Ich fühle mich gestört, aufgehalten und frage mich, wann ich das, was ich jetzt versäume, eigentlich nachholen soll …

Dann ärgert es mich, dass ich solche Gedanken überhaupt habe. Keine Ahnung, woher dieser Virus kommt, aber mein Körper braucht jetzt wohl eine Pause. Die hole ich mir doch sonst auch, ich arbeite schließlich nicht rund um die Uhr.

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