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Ich werde es schaffen!

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

10.04.2015

Drei Mitglieder der Prüfungskommission sitzen mir gegenüber. Sie hören zu, während ich meine Doktorarbeit präsentiere. Danach stellen sie mir ihre Fragen. Es ist wie bei einem Gefecht: Sie schießen, ich nehme das Thema auf, pariere, muss geschickt antworten und schon saust die nächste Frage heran … Ein Bild, das mich beunruhigt hat. Immer wieder habe ich versucht, mich in diese Situation hinein zu fühlen. Was werde ich empfinden? Kann ich am Tag der Doktorprüfung überhaupt noch klar denken?

Es wird mein erster richtig großer Test. Die Verteidigung, wie er auch genannt wird – und das bestimmt nicht ohne Grund. In solchen Momenten überfällt mich ein leichtes Frösteln. Ich stelle mir die bange Frage, ob ich dem, was mich erwartet, tatsächlich gewachsen bin.

Klar, zuerst muss ich meine Doktorarbeit zu Ende schreiben. Und damit habe ich meinen Doktortitel auch noch nicht nach Hause gebracht. Stattdessen folgt noch eine umfangreiche, mündliche Prüfung. Und schließlich muss ich eine Möglichkeit finden, um mein Werk zu veröffentlichen. Es sind also gleich mehrere Brocken, die mir schwer im Magen liegen.

Doch mittlerweile fühlen sie sich leichter an. Seit wir im Doktorandenseminar darüber gesprochen haben, wie so eine Prüfung funktioniert. Ich weiß nun, wie ich mich vorbereiten sollte und auf welche Art von Fragen ich gefasst sein muss. Außerdem war ich mittlerweile mal bei einer Verteidigung dabei und weiß nun, wie so etwas abläuft. Die Steine haben jetzt noch weniger Gewicht. Ich bin mir absolut sicher: Ich werde es schaffen!

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