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Bewerbungen

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

09.06.2015

Zurzeit bin ich ziemlich beschäftigt: Ein Student hat mich beauftragt, seine Studienarbeit zu lektorieren. Wohl gemerkt, ein Student aus der Schweiz! Gleichzeitig hat mir ein Unternehmer den Auftrag gegeben, seine Biographie zu schreiben. Und das mache ich natürlich gern. Es könnte im Moment also eigentlich nicht besser laufen.

Aber ganz ehrlich: So einfach ist es dann doch wieder nicht. Meistens lehnen die nämlich Leute ab. Wenn ich eine Bewerbung versende, bekomme ich kurz darauf die Antwort: „Wir brauchen keinen neuen Mitarbeiter.“ Wo geht meine Reise also hin? Wann bekomme ich endlich ein geregeltes Einkommen?

In den letzten Wochen habe ich meine Bemühungen in dieser Richtung wieder verstärkt, dafür andere Arbeiten etwas schleifen lassen. Im Klartext: Ich schreibe Bewerbungen. Und erhalte Absagen.

Zum Beispiel erklärt mir der Leiter eines Instituts, dass bei ihnen Lehraufträge neuerdings zu 100 Prozent auf das Lehrdeputat angerechnet werden. Damit gefährden sie die festen Planstellen. Deshalb musste das Institut die Zahl der Lehraufträge drastisch reduzieren. Ein Stück weit kommt diese Erläuterung auch positiv bei mir an. Ich habe eine inhaltlich begründete Absage. Nicht einfach nur: „Nein, vielen Dank.“ Mit dem bitteren Beigeschmack, dass sie mich vielleicht wegen meiner Sehschwäche zurückweisen. In diesem Fall kann ich mir immerhin sicher sein, die Entscheidung hat nichts mit mir persönlich zu tun. Und dennoch, was fange ich damit an?

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