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Barrierefrei promovieren!

So kann es weitergehen

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

11.12.2015

Als ich neulich von der Uni nach Hause kam, rief ich meinen Freund an und erzählte ihm, dass ich am Nachmittag viereinhalb Stunden in der Bibliothek gearbeitet habe und nun gar nicht so erschöpft bin, wie ich erwartet hatte. Er lachte nur und meinte, es wäre genau das eingetreten, was er erwartet hätte – nämlich, dass mich die Doktorarbeit belebt.

Wenn ich mir das durch den Kopf gehen lasse, finde ich, er hat Recht. Zurzeit habe ich Spaß daran. Weil ich momentan die Interviews, die ich geführt habe, miteinander vergleiche und dadurch die ersten Ergebnisse herausarbeite, anstatt immer nur stupide an einem Text zu sitzen. Aber das ist es nicht alleine. Die Sache läuft insgesamt rund. Ich habe in den vergangenen Monaten zwei Hilfskräfte gefunden, die mich unterstützen. Und vom Freundeskreis der Erlanger Buchwissenschaft habe ich Gelder bekommen, damit ich die Arbeit dieser beiden Studentinnen nicht selbst bezahlen muss. Außerdem ist nun zum ersten Mal der Betrag, den ich von nun an monatlich als Stipendium bekomme, auf meinem Konto eingegangen.

Meine Doktormutter nimmt sich viel Zeit, um die Arbeit zu betreuen. Wir sitzen immer wieder zusammen und sprechen eine Reihe von Punkten durch. Auch das weiß ich zu schätzen. So wie es jetzt ist, kann es eigentlich weitergehen. Ich merke aber auch, dass ich mit meiner Behinderung um einiges langsamer arbeite als meine sehende Hilfskraft.

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