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Das Herz der Doktorarbeit

Gebrauchsliteratur oder doch pragmatische Lektüre? Was unterscheidet den ersten Begriff vom Zweiten? Was wird jeweils damit ausgedrückt? Und welche Überschrift passt besser in mein Konzept?

Solche und ähnliche Fragen stelle ich mir immer wieder, während ich versuche, eine Gliederung für meine Doktorarbeit zu erstellen. Und das Wort „versuche“ beschreibt meine Bemühungen wirklich gut. Denn es verlangt mir und meiner Betreuerin eine Menge ab, bis wir zu einem Ergebnis kommen, das akzeptabel ist. Gemeinsam diskutieren, verwerfen und begründen wir verschiedene Möglichkeiten. Zum Beispiel muss ich darauf achten, dass ich nur drei Gliederungsebenen habe. 3.1.1 würde also gehen, 3.1.1.1 nicht mehr. Die Inhalte in so einen Rahmen zu bringen, ist wirklich nicht so leicht. Manchmal wünsche ich mir doch sehr, noch eine Stufe tiefer gehen zu können.

Außerdem muss ich auch aufpassen, eine Überschrift nicht zweimal zu verwenden. Egal, wo sie in der Gliederung steht – sie darf nur einmal vorkommen. Gleichzeitig sollen diese Zeilen aber auch präzise wirken, aussagekräftig formuliert, knapp gehalten und so angelegt sein, dass es dem wissenschaftlichen Stil entspricht.

Die Gliederung ist, verglichen mit einem Organismus, das Herz einer Doktorarbeit. Und ich gehe sehr sorgfältig damit um.

Autor: Daniela  |  Rubrik: studium  |  Mar 1, 2016
Autor: Daniela
Rubrik: studium
Mar 1, 2016

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Das richtige Maß finden

In den Weihnachtsferien habe ich, bildlich gesprochen, die Zügel etwas lockerer gehalten. Das heißt, ich habe mir drei Tage gegönnt, an denen ich nicht gearbeitet habe. Und an den anderen Tagen kümmerte ich mich um meine Website. Ich beschäftigte mich mit Dingen, die ich brauche, um beruflich besser aufgestellt zu sein. Aber die Doktorarbeit habe ich in dieser Zeit vernachlässigt.

Daraufhin hat sich schlechtes Gewissen breit gemacht. Wenn ich jeden Monat Stipendiengelder bekomme, dann muss ich doch auch jeden Monat die gleiche Leistung bringen. Ganz egal, ob Weihnachten ist oder ich im Sommer ans Meer fahre. Was ich heute liegen lasse, sollte ich morgen wieder aufholen.

Oder übertreibe ich, weil ich so empfinde? Mein Freund meint, ich wäre zu streng mit mir selbst. Er erinnert mich daran, dass ich keinen Feiertag ausgelassen habe. Am 24., 25. und 26. Dezember habe ich gearbeitet. Zwar nicht für die Dissertation, aber immerhin. Und er erinnert mich daran, dass ich jede Zugfahrt nutze, um für die Doktorarbeit zu lesen oder zu schreiben.

Wie regeln das die anderen? Wie finden sie das richtige Maß? Ehrgeiz, Pflichtbewusstsein auf der einen Seite, auf der anderen das Risiko, noch einmal zusammenzubrechen und wieder mit Depressionen in der Klinik zu landen. Ich muss in diesem Punkt wirklich gut aufpassen und darauf achten, einen Ausgleich zu finden. Zum Glück besuche ich im Juni ein Seminar zu Arbeitsorganisation und Zeitmanagement – das hilft mir bestimmt!

Autor: Daniela  |  Rubrik: studium  |  Jan 29, 2016
Autor: Daniela
Rubrik: studium
Jan 29, 2016

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Doktorarbeit macht dick

Langsam aber sicher klettert mein Gewicht auf der Waage nach oben. Ist ja auch kein Wunder, denn für die Doktorarbeit brauche ich immer wieder Nervennahrung. Hier ein Stück Schokolade, da ein Süßgetränk: Kleine Freuden, um mich zwischendurch immer mal wieder ein bisschen zu verwöhnen.

Ich hole mir die Nervennahrung, damit ich besser und länger durchhalte. Wenn es nur das wäre, wäre meine Ernährung gar nicht so schlecht. Aber wenn ich den ganzen Tag am Schreibtisch sitze, bin ich danach meistens erschöpft und nicht mehr in der Stimmung, irgendetwas Gesundes zu kochen. Also schiebe ich mir ein Fertiggericht in den Ofen. Oder ich rühre mir nur einen Pudding zusammen – schon wieder etwas Süßes.

Ich versuche, das mit Obst und Gemüse etwas auszugleichen. Bananen esse ich gerne. Oder auch Paprika. Aber manchmal kommt es mir eher so vor, als würde ich mich damit selbst beruhigen wollen. Was helfen würde, wäre Sport. Ich gehe ja auch gerne zum Klettern oder ins Schwimmbad. Aber „gerne“ steht zurzeit für „viel zu selten“. Genauso wie beim Kochen, bin ich nach der Arbeit einfach zu faul, um noch etwas anderes zu machen. Am liebsten bleibe ich zu Hause, lege mich gemütlich ins Bett und höre mir ein Hörbuch an – bevor ich wieder mit der Doktorarbeit ringen muss.

Die Hosen werden enger, die Pullover spannen schon ein wenig. Auch das ist ein Preis, den ich bezahle. Und ab und zu wandern oder mit einem Hund rauszugehen, hält diese Entwicklung sicher nicht auf.

Autor: Daniela  |  Rubrik: studium  |  Jan 27, 2016
Autor: Daniela
Rubrik: studium
Jan 27, 2016