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Das richtige Maß finden

In den Weihnachtsferien habe ich, bildlich gesprochen, die Zügel etwas lockerer gehalten. Das heißt, ich habe mir drei Tage gegönnt, an denen ich nicht gearbeitet habe. Und an den anderen Tagen kümmerte ich mich um meine Website. Ich beschäftigte mich mit Dingen, die ich brauche, um beruflich besser aufgestellt zu sein. Aber die Doktorarbeit habe ich in dieser Zeit vernachlässigt.

Daraufhin hat sich schlechtes Gewissen breit gemacht. Wenn ich jeden Monat Stipendiengelder bekomme, dann muss ich doch auch jeden Monat die gleiche Leistung bringen. Ganz egal, ob Weihnachten ist oder ich im Sommer ans Meer fahre. Was ich heute liegen lasse, sollte ich morgen wieder aufholen.

Oder übertreibe ich, weil ich so empfinde? Mein Freund meint, ich wäre zu streng mit mir selbst. Er erinnert mich daran, dass ich keinen Feiertag ausgelassen habe. Am 24., 25. und 26. Dezember habe ich gearbeitet. Zwar nicht für die Dissertation, aber immerhin. Und er erinnert mich daran, dass ich jede Zugfahrt nutze, um für die Doktorarbeit zu lesen oder zu schreiben.

Wie regeln das die anderen? Wie finden sie das richtige Maß? Ehrgeiz, Pflichtbewusstsein auf der einen Seite, auf der anderen das Risiko, noch einmal zusammenzubrechen und wieder mit Depressionen in der Klinik zu landen. Ich muss in diesem Punkt wirklich gut aufpassen und darauf achten, einen Ausgleich zu finden. Zum Glück besuche ich im Juni ein Seminar zu Arbeitsorganisation und Zeitmanagement – das hilft mir bestimmt!

Autor: Daniela  |  Rubrik: studium  |  Jan 29, 2016
Autor: Daniela
Rubrik: studium
Jan 29, 2016

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Doktorarbeit macht dick

Langsam aber sicher klettert mein Gewicht auf der Waage nach oben. Ist ja auch kein Wunder, denn für die Doktorarbeit brauche ich immer wieder Nervennahrung. Hier ein Stück Schokolade, da ein Süßgetränk: Kleine Freuden, um mich zwischendurch immer mal wieder ein bisschen zu verwöhnen.

Ich hole mir die Nervennahrung, damit ich besser und länger durchhalte. Wenn es nur das wäre, wäre meine Ernährung gar nicht so schlecht. Aber wenn ich den ganzen Tag am Schreibtisch sitze, bin ich danach meistens erschöpft und nicht mehr in der Stimmung, irgendetwas Gesundes zu kochen. Also schiebe ich mir ein Fertiggericht in den Ofen. Oder ich rühre mir nur einen Pudding zusammen – schon wieder etwas Süßes.

Ich versuche, das mit Obst und Gemüse etwas auszugleichen. Bananen esse ich gerne. Oder auch Paprika. Aber manchmal kommt es mir eher so vor, als würde ich mich damit selbst beruhigen wollen. Was helfen würde, wäre Sport. Ich gehe ja auch gerne zum Klettern oder ins Schwimmbad. Aber „gerne“ steht zurzeit für „viel zu selten“. Genauso wie beim Kochen, bin ich nach der Arbeit einfach zu faul, um noch etwas anderes zu machen. Am liebsten bleibe ich zu Hause, lege mich gemütlich ins Bett und höre mir ein Hörbuch an – bevor ich wieder mit der Doktorarbeit ringen muss.

Die Hosen werden enger, die Pullover spannen schon ein wenig. Auch das ist ein Preis, den ich bezahle. Und ab und zu wandern oder mit einem Hund rauszugehen, hält diese Entwicklung sicher nicht auf.

Autor: Daniela  |  Rubrik: studium  |  Jan 27, 2016
Autor: Daniela
Rubrik: studium
Jan 27, 2016

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Der zweite Arbeitsplatz

Damit ich bei meiner Arbeit am PC nicht ständig zwischen verschiedenen Fenstern hin und her wechseln muss, unterstützt mich mein Freund bei der Auswertung des Materials für meine Doktorarbeit. Konkret sieht das so aus, dass jeder vor seinem Computer sitzt. Er liest mir aus einer Datei vor, ich formuliere und sortiere in einer anderen. So lassen sich die Daten schneller verarbeiten und wir gewinnen ein bisschen Zeit.

Aber nur ein bisschen – das ist nach wie vor mein Eindruck. Ich brauche länger als ein Sehender, um mich in einem Dokument zu orientieren. Und wenn es gleich mehrere Dokumente sind, mit zum Teil über 30 Seiten, zieht es sich noch mehr in die Länge. Gut, ich will nicht jammern: Ich habe Menschen und technische Hilfsmittel, die mir den Arbeitsprozess erleichtern.

In den Weihnachtsferien war allerdings die Universitätsbibliothek geschlossen. Dort gibt es einen Blindenarbeitsplatz, den ich zusammen mit meinem Freund gut nutzen kann. Er sitzt am Rechner der Universität, ich an meinem Laptop. Doch in den beiden Wochen um Weihnachten arbeiteten wir bei ihm zu Hause. Dann bringe ich ebenfalls meinen Laptop mit, da er nur einen stationären Rechner hat.

Das sind keine großen Geschichten, sondern eher untergeordnete Faktoren, dennoch: Es passiert, dass die äußeren Umstände mich aufhalten. Bald will mein Freund sich aber einen Laptop kaufen. Nicht speziell für mich und die Doktorarbeit, aber natürlich werde ich von seinem Entschluss profitieren.

Autor: Daniela  |  Rubrik: studium  |  Jan 19, 2016
Autor: Daniela
Rubrik: studium
Jan 19, 2016