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Das richtige Maß finden

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

29.01.2016

In den Weihnachtsferien habe ich, bildlich gesprochen, die Zügel etwas lockerer gehalten. Das heißt, ich habe mir drei Tage gegönnt, an denen ich nicht gearbeitet habe. Und an den anderen Tagen kümmerte ich mich um meine Website. Ich beschäftigte mich mit Dingen, die ich brauche, um beruflich besser aufgestellt zu sein. Aber die Doktorarbeit habe ich in dieser Zeit vernachlässigt.

Daraufhin hat sich schlechtes Gewissen breit gemacht. Wenn ich jeden Monat Stipendiengelder bekomme, dann muss ich doch auch jeden Monat die gleiche Leistung bringen. Ganz egal, ob Weihnachten ist oder ich im Sommer ans Meer fahre. Was ich heute liegen lasse, sollte ich morgen wieder aufholen.

Oder übertreibe ich, weil ich so empfinde? Mein Freund meint, ich wäre zu streng mit mir selbst. Er erinnert mich daran, dass ich keinen Feiertag ausgelassen habe. Am 24., 25. und 26. Dezember habe ich gearbeitet. Zwar nicht für die Dissertation, aber immerhin. Und er erinnert mich daran, dass ich jede Zugfahrt nutze, um für die Doktorarbeit zu lesen oder zu schreiben.

Wie regeln das die anderen? Wie finden sie das richtige Maß? Ehrgeiz, Pflichtbewusstsein auf der einen Seite, auf der anderen das Risiko, noch einmal zusammenzubrechen und wieder mit Depressionen in der Klinik zu landen. Ich muss in diesem Punkt wirklich gut aufpassen und darauf achten, einen Ausgleich zu finden. Zum Glück besuche ich im Juni ein Seminar zu Arbeitsorganisation und Zeitmanagement – das hilft mir bestimmt!

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