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Nochmal danke sagen

Kochen, putzen, einkaufen. Meine Mama meistert das alles. Natürlich helfen wir dabei, aber ehrlich gesagt: Der größte Teil bleibt doch an ihr hängen. Und es ist nicht nur der Haushalt. Daneben geht sie zur Arbeit, bildet sich weiter und nimmt sich immer Zeit, wenn mein Bruder oder ich etwas brauchen. Da kann ich mich nur wundern, wie sie das alles schafft. Woher nimmt sie diese Energie?

Besonders ist mir das aufgefallen, als ich einen Haufen Daten ordnen musste und sie mir dabei half, obwohl sie nicht ganz gesund war. An einem Samstagnachmittag saß sie da, mit einer Decke über den Beinen und einer Tasse Tee auf dem Tisch. Dann notierte sie und sortierte sie …

Am Ende dauerte es über drei Stunden. Diese Zeit hatte meine Mutter einfach so für mich investiert, obwohl sie sich auch hinlegen und ein bisschen ausruhen hätte können. Ich bin ihr sehr dankbar dafür, dass ich immer auf sie zählen kann. Manchmal lade ich sie deshalb auch auf einen großen Becher in die Eisdiele ein oder besorge eine CD, die ihr gefällt. Aber ausgleichen werde ich wohl niemals können, wie sehr sie sich engagiert und mich entlastet. Deswegen noch einmal ganz laut: „Danke, Mama!“

Autor:   |  Rubrik: studium  |  May 4, 2016
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May 4, 2016

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Danke, Mama!

Ohne die vielen Leute, die mich bei meiner Dissertation so tatkräftig unterstützen, könnte ich so ein großes und anspruchsvolles Projekt vermutlich nicht stemmen. Ich denke, dass dies bei sehenden Doktoranden ähnlich ist. Wenn ich mir ein paar Danksagungen anderer Dissertationen durchlese, ist das jedes Mal eine ganz schön lange Liste. Aber ich gehe davon aus, dass zumindest die Art der Unterstützung bei mir anders ist. Schon alleine deswegen, weil ich mit meiner Sehbehinderung einfach manche Dinge nicht machen kann.

Ich habe eine Hilfskraft, die mir einiges abnimmt, einen Freund, der mit mir daran arbeitet, und meine Eltern, die mich sehr unterstützen. Natürlich gibt es noch viele weitere Personen, die ich an dieser Stelle aufzählen könnte. Zum Beispiel habe ich noch einen guten Freund, der mir beim Querlesen hilft, wenn ich mit meiner blindenspezifischen Software den Text nicht selbst entziffern kann. Dann überträgt er den Inhalt in eine Form, die ich auch erfassen kann oder schreibt die wesentlichen Punkte für mich auf. Das ist wirklich eine Menge wert. Aber ein besonderer Dank gilt meiner Mutter. Stundenlang beschreibt sie mir Bilder und Tabellen, diskutiert mit mir Sachverhalte oder liest mir einfach nur vor, damit ich nicht ständig zwischen verschiedenen Dateien hin und her springen muss.

Autor: Daniela  |  Rubrik: studium  |  Mar 21, 2016
Autor: Daniela
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Mar 21, 2016

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Die Zeitbombe

Seit November bekomme ich nun bereits ein Stipendium. Das bedeutet, dass vier von zwölf Monaten schon abgelaufen sind. Danach werde ich nicht mehr gefördert. Deshalb muss ich alles geben, um meine Doktorarbeit in diesem Zeitraum fertigzustellen. Ich habe das Gefühl, auf einer Zeitbombe zu sitzen. Denn die Gliederung muss nochmal neu sortiert und das Leitfadeninterview um ein paar Fragen erweitert werden. Dadurch staut sich zusätzliche Arbeit an, die ich nicht mit eingerechnet hatte. Ich frage mich, was passiert, wenn ich die Erwartungen nicht erfüllen kann, die mit dem Stipendium verbunden sind. Zum Glück habe ich eine Hilfskraft, die wirklich sehr fleißig ist. Wenn ich ihr eine Aufgabe gebe, dauert es nicht lange und sie bittet um die nächste. Trotzdem läuft mir die Zeit davon. Und dann werde ich zu allem Überfluss auch noch krank! Ständig fühle ich mich schlapp, mir ist übel und schwindlig. Zum ersten Mal in meinem Leben holte ich mir deshalb eine Krankmeldung vom Arzt. Ich hoffe, ich bin bald wieder fit, bevor meine Zeitbombe explodiert.

Autor: Daniela  |  Rubrik: studium  |  Mar 11, 2016
Autor: Daniela
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Mar 11, 2016