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Danke, Mama!

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

21.03.2016

Ohne die vielen Leute, die mich bei meiner Dissertation so tatkräftig unterstützen, könnte ich so ein großes und anspruchsvolles Projekt vermutlich nicht stemmen. Ich denke, dass dies bei sehenden Doktoranden ähnlich ist. Wenn ich mir ein paar Danksagungen anderer Dissertationen durchlese, ist das jedes Mal eine ganz schön lange Liste. Aber ich gehe davon aus, dass zumindest die Art der Unterstützung bei mir anders ist. Schon alleine deswegen, weil ich mit meiner Sehbehinderung einfach manche Dinge nicht machen kann.

Ich habe eine Hilfskraft, die mir einiges abnimmt, einen Freund, der mit mir daran arbeitet, und meine Eltern, die mich sehr unterstützen. Natürlich gibt es noch viele weitere Personen, die ich an dieser Stelle aufzählen könnte. Zum Beispiel habe ich noch einen guten Freund, der mir beim Querlesen hilft, wenn ich mit meiner blindenspezifischen Software den Text nicht selbst entziffern kann. Dann überträgt er den Inhalt in eine Form, die ich auch erfassen kann oder schreibt die wesentlichen Punkte für mich auf. Das ist wirklich eine Menge wert. Aber ein besonderer Dank gilt meiner Mutter. Stundenlang beschreibt sie mir Bilder und Tabellen, diskutiert mit mir Sachverhalte oder liest mir einfach nur vor, damit ich nicht ständig zwischen verschiedenen Dateien hin und her springen muss.

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