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Abschied nehmen

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

20.05.2016

In wenigen Monaten werde ich Erlangen hinter mir lassen. Schon jetzt finde ich es merkwürdig, wenn ich durch die Fußgängerzone laufe. Plötzlich nehme ich alles viel intensiver auf, als wären meine Sinne geschärft. An jeder Ecke finde ich vertraute Geräusche und Gerüche. Dazu kommen die Leute, die ich in den vergangenen zehn Jahren kennenlernen durfte. Die meisten sind mir im Studium begegnet und manche treffe ich noch heute, in der Bibliothek, vor der Mensa oder einfach in der Stadt. Sie werden mir fehlen. Und damit meine ich nicht nur die Menschen, sondern ebenso die Orte.

Mein Stipendium für die Doktorarbeit läuft jetzt noch ein halbes Jahr, doch ich werde schon etwas früher wegziehen, weil in Erlangen mein Mietvertrag zu Ende geht. Ich möchte in den Frankfurter Raum ziehen, wo mein Freund wohnt. Ich freue mich sehr darauf, keine Fernbeziehung mehr führen zu müssen, aber ich freue mich ganz und gar nicht, Erlangen zu verlassen.

Ich habe mich hier nämlich richtig wohl gefühlt und häufig im Schlosspark oder am Europakanal entspannt, bevor ich mich wieder in die Arbeit gestürzt habe.

Ich bin zufrieden, wie es läuft und zuversichtlich für die letzte Phase meiner Dissertation. Trotzdem spüre ich auch Nostalgie bei dem Gedanken daran, dass sich nun alles ändern wird.

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