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Barrierefrei promovieren!

Der Countdown läuft ...

Autor:
Daniela

Rubrik:
beruf & karriere

23.01.2018

In letzter Zeit habe ich viel gearbeitet, aber wenig für die Doktorarbeit. Mir steht nämlich die Disputation unmittelbar bevor. Und mit jedem Tag steigt meine Nervosität. Ich bin empfindlich und gereizt. Der Druck nimmt zu, dann platzt ein Ventil und mein persönliches Umfeld muss meine schlechte Laune ertragen.

Nüchtern betrachtet: Was kann mir schon passieren? Die Doktorarbeit habe ich bestanden, sonst wäre ich zur mündlichen Prüfung nicht zugelassen worden. Und die Verteidigung kann ich notfalls wiederholen. Also hätte ich, wenn ich jetzt im Mündlichen durchfallen würde, noch lange nichts verloren – außer Ansehen vielleicht. Und im Grunde spricht einiges dafür, dass ich den Test bestehen werde. Die Note halte ich für zweitrangig.

Trotzdem findet mein Freund, dass ich hektisch wirke. Und ich frage mich, ob ich mich zwanghaft beschäftigt halte. Ständig arbeite ich oder fahre irgendwo hin, treffe mich mit irgendwelchen Leuten. Ich bin erschöpft. Aber in den Leerlauf zu fallen, käme mir noch schlimmer vor. Dann würden die Gedanken kreisen, die schlimmsten Befürchtungen würden Gestalt annehmen.

Diese Phase gerade ist sehr eigenartig, aber hinterher werde ich feiern. Meine Eltern haben sich extra Urlaub genommen für den Tag meiner Disputation, um nach Erlangen zu fahren. Bei der Prüfung dürfen sie ja nicht dabei sein, das legt die Promotionsordnung so fest. Aber im Anschluss wollen wir zur Belohnung ins Steakhaus gehen.

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