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Die unendliche Geschichte

Autor:
Daniela

Rubrik:
beruf & karriere

10.07.2018

Schreibe ich wirklich nur eine Doktorarbeit? Manchmal kommt es mir vor, als müsste ich die unendliche Geschichte erzählen. Die beiden Gutachten, die ich nach meiner Verteidigung erhalten habe, fließen jetzt in die endgültige Fassung meiner Arbeit ein. Ich verbessere, erweitere … und erschrecke darüber, wie viele Fehler mir entgegenspringen.

Okay, meistens handelt es sich dann um Kleinigkeiten, etwa die Aussage eines Interviewpartners, die ich falsch zugeordnet oder mit nein anstatt ja vermerkt hatte. Hatte ich mein Material über Monate hinweg nicht einheitlich interpretiert? Was bedeutet es zum Beispiel, wenn jemand erklärt, er würde bloß gelegentlich in einer öffentlichen Bibliothek entleihen? So gut wie nie? Nein? Oder vielleicht doch ja?
Dann wirkt sich das, was ich korrigieren will, auch noch an mehreren Stellen aus: Ich muss einige Textpassagen berichtigen und die Daten in den zugehörigen Tabellen anpassen.

Und wenn ich schon erleichtert aufatmen will, weil ich denke, jetzt habe ich es endlich geschafft, kann ich mich darauf verlassen, dass bald wieder etwas Neues aufkommt – eben die unendliche Geschichte. Meine besten Grüßen an Michael Ende, der sein gleichnamiges Buch damals sicher schneller abgeliefert hat, als ich heute meine Dissertationsschrift entwickle.

Ein paar Monate bleiben mir noch. Im Moment fühle ich mich frei im Kopf, um weiterzukämpfen. Es gibt keine anderen Projekte, die dringend abzuschließen wären. Also dann – auf geht’s!

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