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Barrierefrei promovieren!

90 Prozent – Teil 2

Autor:
Daniela

Rubrik:
beruf & karriere

15.03.2019

Es lagen wirklich ein paar schwierige Stunden vor mir. Denn zum ersten Mal seit der Disputation im Januar 2018 würde ich mich mit meiner Doktormutter treffen.
Ich war schrecklich nervös, wie eigentlich immer, wenn ich einen Termin bei ihr wahrnehme. Und hinterher frage ich mich meistens, warum ich mich innerlich so aufgeregt habe.
Diesmal wollten wir die letzte Etappe einläuten. Also klären, wann ich die Dissertationsschrift zur zweiten Überprüfung abgeben muss. Das hängt davon ab, wie viel Zeit sie für die Durchsicht braucht und wie voll ihr Kalender bereits ist.
Inzwischen gäbe es für mich noch unerwartet viel zu tun. Ständig fallen mir im Manuskript irgendwelche Schwächen und Fehler auf. Von vorne bis hinten werde ich den Text noch einmal durchlesen. Laut aussprechen, damit ich höre, wo etwas holprig klingt. Und vor allem, um unverständliche Passagen zu bereinigen.
Außerdem hat sich zuletzt für blinde Buchnutzer einiges verändert. Sowohl juristisch als auch technisch sind Fortschritte erzielt worden, die ich nicht übergehen möchte. Sonst wäre meine Doktorarbeit, kaum dass sie öffentlich zugänglich ist, in etlichen Punkten bereits veraltet.

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