interaktiv

Barrierefrei promovieren

Verschobene Abgabe

Autor:
Daniela

Rubrik:
beruf & karriere

29.04.2019

Ich hoffte also, dass ich meine Doktorarbeit noch bis Mitte oder Ende November verbessern dürfte. Aber dann hatte ich richtig Glück. Zufällig kamen wir darauf zu sprechen, bis wann meine Betreuerin die überarbeitete Version – für die Veröffentlichung – genehmigen müsste. Spätestens im Januar, glaubte ich. Aber sie war ganz erstaunt, als ich das sagte. Irgendetwas hatte ich da falsch verstanden.
Und dann nannte sie einen Wert, der mich aufhorchen ließ: 90 Prozent. Wenn den Doktoranden nach der Verteidigung und dem Erhalt der mündlichen Gutachten nur ein Jahr Zeit bliebe bis zur Publikation, dann würden 90 Prozent von ihnen das nicht schaffen.
Darüber war ich unendlich erleichtert. Denn es bedeutete, dass der Fehler nicht zwangsläufig bei mir lag. In manchen Stunden hatte ich mich selbst nicht mehr verstanden, und hinterfragt, wie es passieren konnte, dass ich für die letzten Eingriffe in meine Arbeit so viel Zeit benötigte. Immerhin waren mir früher nur die Semesterferien geblieben, um Hausarbeiten zu schreiben. Ansonsten beschäftigten mich Vorlesungen, Seminare, Prüfungen und vieles mehr.
Und jetzt das! Klar, eine Dissertationsschrift ist mit einer universitären Hausarbeit nicht vergleichbar. Aber ich wusste nun, dass ich mich nach wie vor im Rahmen meiner Möglichkeiten bewegte und einen Antrag stellen würde, um die Abgabefrist nach hinten zu verschieben.

 

Diesen Artikel teilen

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Das hilft uns, dir ein gutes Nutzungserlebnis zu bieten und unsere Website zu verbessern. Wenn du durch die Seiten surfst, erklärst du dich hiermit einverstanden. Hier erfährst du mehr über die Nutzung deiner Daten und Möglichkeiten zum Widerspruch.