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Abschiedsfeier - Teil 1

Autor:
Daniela

Rubrik:
beruf & karriere

09.07.2019

Groß und würdevoll hat das Institut meine Doktormutter in den Ruhestand verabschiedet. Rund 90 Gäste sind zusammengekommen, um ihr für den langjährigen Einsatz zu danken und ihr eine freudenreiche Zukunft zu wünschen. Ich war gerührt und froh, diesen Abend miterleben zu dürfen.

Die Anreise hat sich allerdings mit Hürden gestaltet. Zuerst hatte mein Zug Verspätung und als ich mich in den Toilettenräumen umziehen und frisch machen wollte, blockierte ein Putzwagen den Zugang. Wo sich das nächste WC in dem Gebäude befindet, wusste ich allerdings nicht genau. So blieb mir nur zu warten, nervös, zunehmend angespannt, weil ich ja auch noch den Weg zum Veranstaltungsort finden musste. Weil mir die Zeit davonlief, schnappte ich mir ein paar Studenten, die vor der Hauptbibliothek herumstanden und sich sofort einverstanden erklärten, mich das letzte Stück zu begleiten.

Dann traf ich meine Doktormutter und wir konnten ein paar Worte wechseln. Als sie mir die Hand schüttelte, war ich von der Atmosphäre so gerührt, dass ich für einen Moment den Impuls verspürte, sie zu umarmen. Natürlich hielt ich mich zurück, denn so etwas wäre unserem Verhältnis keinesfalls angemessen gewesen. Ich glühte innerlich und freute mich auf den Abend. Ich wusste ganz genau, warum ich mich damals für diese Professorin als Betreuerin meiner Doktorarbeit entschieden hatte. 

 

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