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Barrierefrei promovieren!

Immer noch besser

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

07.11.2019

Ganze Tage und halbe Nächte habe ich an meinem Laptop verbracht, um meine Dissertationsschrift zur Veröffentlichungsreife zu bringen. Ja tatsächlich auch halbe Nächte: Einmal bis halb eins und am Abend danach bis halb zwölf saß ich noch dran. Aber jetzt ist das Gröbste geschafft, ich fühle mich gleichzeitig froh und erleichtert.

Bald wird meine Betreuerin die aktuelle Version bekommen. Es ist zu prüfen, ob diese den Anforderungen mehr entspricht als das, was ich vor rund zwei Jahren eingereicht habe. Und sobald meine Doktormutter absegnet, dass ich publizieren kann, bin ich auch von der letzten Sorge befreit.

Es geht natürlich immer noch besser, wie mir inzwischen klar geworden ist. Monate und Jahre habe ich mich in ein Thema vertieft und dabei doch so manches übersehen. Zumindest sind mir verschiedene Aufsätze und Bücher, ja sogar zwei Experten zur Mediennutzung blinder Menschen aufgefallen, die in der ersten Fassung meiner Doktorarbeit fehlten. Wie mir das passieren konnte, was genau ich mir bei den Recherchestrategien vorzuwerfen habe, bleibt selbst für mich ein Rätsel.

Wahrscheinlich läuft es einfach so, dass man niemals alles erfassen wird, so sehr man sich auch darum bemüht. Und ich wette, spätestens im nächsten Jahr, wenn die Doktorarbeit frei zugänglich im Internet steht, wird mir erneut etwas begegnen; etwas, das ich eigentlich noch hätte unterbringen müssen. Das wird mich wahrscheinlich ärgern, dabei sollte ich mich eigentlich freuen, dass ich so viel geleistet und so viel gelernt habe.

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