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Gute Sprache - Teil 2

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

16.12.2019

So blieb mir nur, bei meiner Doktormutter nachzufragen. Immerhin wollte ich die Arbeit verbessern und deshalb musste ich verstehen, was daran ungenügend wirkte. Bald atmete ich auf, denn der Schreibstil war nicht grundsätzlich zum Problem geworden. Meine Doktormutter fand, dass die Formulierungen sich uneinheitlich lesen würden und darin konnte ich ihr nicht widersprechen. Manche Teile meiner Dissertation hatte ich 2012 oder 2013 verschriftlicht, in einer frühen Phase der Ausarbeitung, die restlichen Seiten später ergänzt. Aber ich gehe nie so vor, dass Kapitel, die oben im Inhaltsverzeichnis stehen, auch zuerst geschrieben werden. Also entstand ein abwechslungsreicher Text, nicht unbedingt im besten Sinn. Und danach ist es mir, warum auch immer, nicht gelungen, dieses Gefälle noch zu glätten. Erst eine Rückmeldung meiner Doktormutter führt dazu, dass ich jeden Satz noch einmal kontrolliere. Und mein Sprachgefühl reift kontinuierlich, sodass mir heute im Ausdruck nicht mehr gefällt, womit ich im Sommer 2017 einverstanden war. Außerdem hilft die zeitliche Distanz. Ich bin weniger mit dem Text verbunden, wodurch mir sofort klar wird, was unverständlich bleibt. Erklären kann ich solche Schönheitsfehler auch. Denn ich habe mich, sobald es kompliziert wurde, dicht an den Formulierungen eines Autors gehalten, dessen Beitrag für mich wichtig war. Nur darüber konnte ich begreifen, was der führende Wissenschaftler sagen wollte und den Inhalt dann in meinen Worten wiedergeben.

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