interaktiv

Familie und Studium

Eine Woche ohne

Autor:
Simon

Rubrik:
studium

13.02.2008

Das Semester ist schon wieder fast rum. Das heißt: es beginnt die Hausarbeitszeit. Also endlose Bibliotheksbesuche, stapelweise Fachliteratur wälzen und dann auch noch einen klugen, zusammenhängenden Text zustande bringen. Da muss man sich schon ganz schön konzentrieren. Deshalb hat sich meine Frau überlegt, mal für eine Woche zu ihrer Familie zu fahren, damit ich ganz in Ruhe arbeiten kann. Und außerdem freuen die sich auch unsere Kleine mal wieder zu sehen. Das klingt jetzt vielleicht erstmal nicht sehr außergewöhnlich, aber es wird das erste Mal sein, dass ich meine Tochter eine ganze Woche lang nicht sehe.

Nun bin ich wirklich gespannt, wie es mir in dieser Zeit ergehen wird. Diese plötzliche Stille in der Wohnung wird ganz schön ungewohnt sein. Es gibt dann auch niemanden, der freudig auf mich zugekrabbelt kommt, wenn ich nach Hause komme. Niemanden, der immerzu meine Aufmerksamkeit fordert und ganz neugierig alles wissen will. Aber auch niemanden, neben dem ich aufwache; niemanden, der mich in den Arm nimmt, wenn mir der Kopf vom Arbeiten raucht; niemanden mit dem ich die kleinen und großen alltäglichen Freuden und Erfolge teilen kann...

Wahrscheinlich werde ich wirklich effektiver arbeiten und mir die Zeit besser einteilen können. Wahrscheinlich werde ich mich dann freuen, so gut voran zu kommen und sicherlich auch immer wieder die Stille genießen, aber ich weiß jetzt schon, wie große meine Freude sein wird, die zwei wieder vom Zug abzuholen und in meine Arme zu schließen.

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