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Familie und Studium

Willkommen und Abschied

Viel habe ich in den letzten knapp zwei Jahren von meinem Studium und meiner Familie berichtet. Und jede Menge gäbe es noch zu erzählen. Heute werde ich allerdings meinen letzten Beitrag für diesen Blog posten. Das hängt damit zusammen, dass der schier endlose Entscheidungsmarathon einfach nicht abreißt - und jetzt hat er auch diesen Blog erreicht. Das kam für mich selbst ein bisschen unerwartet.

Angefangen hat es damit, dass ich vor dem schwarzen Brett in unserem Institut für Theater- und Medienwissenschaft stand und mir plötzlich ein Aushang ins Auge fiel: Ausgeschrieben war dort eine für ein halbes Jahr befristete, geringfügige Stelle bei einem lokalen Theater- und Kulturveranstaltungszentrum, das 2010 ein großes Tanztheaterfestival ausrichtet. Arbeitsbereich: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Künstler-Akquise und -betreuung. „Super!", dachte ich. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit am Theater steht doch ganz oben auf meiner Liste möglicher Tätigkeiten nach dem Studium. Und nebenjobmäßig muss ich ja sowieso was machen, schließlich wächst und wächst unsere Tochter ohne Pause und braucht dauernd neue Klamotten und so. Die müssen ja finanziert werden.

Da das Ganze aber mit 400 Euro monatlich vergütet wird, war klar, dass ich meinen bisherigen geliebten Nebenjob als Filmvorführer sowie der schöne Blog dann aus Zeit- und Verdienstgründen - bei mehr als 400 Euro im Monat müsste ich Steuern zahlen - weichen müssen. Ich hab dann einfach mal angerufen, Bewerbungsunterlagen hingeschickt, kurze Zeit später war ich schon beim Bewerbungsgespräch und nochmal ein paar Tage später hatte ich die Zusage. Damit war die Entscheidung gefallen: Ich geh zum Theater.

Doch erstmal muss jetzt noch die Magisterarbeit fertig gestellt werden und da drängt die Zeit schon ganz schön. 80 bis 100 Seiten schreibt man nun mal nicht in ein paar Tagen. Etwa 30 habe ich bisher geschafft und noch einen Monat Zeit. Das wird eine echte Herausforderung. Ich merke zwar, dass ich es immer besser auf die Reihe kriege, mich von den Sachen um mich herum nicht mehr so doll ablenken zu lassen und die Arbeit immer im Blick zu behalten. Aber für meine Familie ist das natürlich keine einfache Situation: Papa ist nur noch am arbeiten. Aber den Sonntag bewahren wir uns als Familientag, da ruht das Studium und Papa kann auch mal mit auf den Spielplatz. Das muss einfach sein.

Vielleicht wäre diese Phase jetzt leichter zu bewältigen ohne Familie, aber nach wie vor bereue ich keine Sekunde, dass wir uns für Familie UND Studium entschieden haben. Stände ich jetzt schon im Berufsleben, hätte ich niemals die Möglichkeit gehabt, meine Tochter so intensiv beim Aufwachsen begleiten zu können. Und das ist ein einmaliges Erlebnis, dass ich jedem wünsche! Studium UND Familie hat schon seinen Preis, aber die Entlohnung ist unbezahlbar!

Autor: Simon  |  Rubrik: studium  |  Aug 31, 2009
Autor: Simon
Rubrik: studium
Aug 31, 2009

Familie und Studium

Ein schier endloser Entscheidungsmarathon (Teil 2)

Geschafft! Die Anmeldung beziehungsweise der Vertag für den Kindergartenplatz ist abgegeben, und damit steht auch die Entscheidung fest. Das schwierige war ja, dass die zwei Kindergärten, die zur Auswahl standen, total unterschiedlich sind, und jeder auf seine Art die schönere Variante gewesen wäre.

Der eine hatte uns bei der Erstbesichtigung im vergangen Herbst voll gut gefallen, vor allem weil er einen riesigen Garten hat, was man in einer Großstadt ja auch nicht an jeder Ecke findet. Zudem hatten wir ein wirklich gutes Gespräch mit der Leiterin, und die Tatsache, dass es ein evangelischer Kindergarten ist, hat uns auch sehr zugesagt. Der andere wiederum gefiel uns vor allem wegen seinem kreativen Konzept. Da gibt es Malatelier, Werkstatt, Musikraum, Bewegungsraum und so weiter. Und das Gruppenzimmer hat eine grandiose Kletterlandschaft aus Holz durch fast den gesamten Raum. Dazu ist man dort bei von den Bring- und Holzeiten völlig flexibel, was uns auch sehr entgegen kommt. Und - nicht zu vergessen - die beste Freundin unserer Kleinen geht auch ab September dorthin...

Schließlich haben wir - nachdem wir uns zwei Tage vorher eigentlich schon für den anderen entschieden hatten - dem kreativen Kindergarten zugesagt und sind mit der Entscheidung auch jetzt noch sehr zufrieden. Im September gibt es zwei Wochen Eingewöhnung, und ab Oktober haben wir dann ein richtiges Kindergartenkind. Daran werden wir uns wohl erstmal gewöhnen müssen, auch wenn es zu Beginn nur fünf Stunden pro Tag sind. Vor allem für die Mama wird es eine echte Umstellung. Aber die schaut sich jetzt schon fleißig nach einem Job um ...

Autor: Simon  |  Rubrik: studium  |  Aug 20, 2009
Autor: Simon
Rubrik: studium
Aug 20, 2009

Familie und Studium

Ein schier endloser Entscheidungsmarathon (Teil 1)

Ich bin ja nicht gerade der entscheidungsfreudigste Mensch und für meine Frau gilt das gleiche. Nachdem die Entscheidung für das Magisterarbeitsthema nun endlich abgehakt ist, steht schon wieder eine neue auf dem Plan. Und zwar eine, mit der wir erstmal gar nicht gerechnet hatten.

Das kam nämlich so: Als wir uns im letzten Herbst eine ganze Reihe Kindergärten angeschaut und eine Voranmeldung abgegeben hatten, waren die Aussichten ja nicht so rosig. Fast überall hieß es, dass die Chancen auf einen Platz in diesem Jahr nicht sehr groß seien, da unsere Tochter zu Beginn des Kindergartenjahres im September noch nicht ganz drei Jahre alt ist und die Plätze hier in der Stadt sowieso recht knapp sind. Da wir aber nicht bis 2010 warten wollten - da wäre sie ja dann schon fast dreidreiviertel - wollten wir es doch einfach mal versuchen. Als wir aber bis Ende April noch keine einzige Rückmeldung bekommen hatten, war die Sache für uns eigentlich schon so gut wie abgehakt.

Dann hörten wir von einem Kindergarten, der dringend nach Mädchen suche, weil sie zu viele Jungs hatten. Also sind wir gleich da hin und man sagte uns, dass sie unsere Tochter mit großer Wahrscheinlichkeit nehmen würden. Kurz darauf hieß es dann auf unserem Anrufbeantworter, es sei in einem anderen Kindergarten im Nachrückverfahren noch ein Platz für uns frei geworden. Damit hatten wir ja nun gar nicht gerechnet, sozusagen von null auf zwei in wenigen Tagen. Jetzt heißt es also, eine Entscheidung fällen und zwar in kürzester Zeit. Was gar nicht so einfach ist, schließlich wird der Kindergarten die nächsten drei Jahre unserer Tochter entscheidend mitprägen.

Autor: Simon  |  Rubrik: studium  |  Jul 6, 2009
Autor: Simon
Rubrik: studium
Jul 6, 2009