interaktiv

Familie und Studium

Ach übrigens, ich studiere gar nicht Büroarbeitenaushilfskraft...

Autor:
Simon

Rubrik:
studium

27.02.2008

Während des letzten Semesters habe ich wieder einmal ein Praktikum gemacht. Nein nein, mein Studium habe ich dafür nicht unterbrochen und das Semester war auch noch nicht zuende. Meinen Nebenjob hatte auch nicht aufgegeben. Und meine Familie war nicht etwa verreist. Da war also Organisationstalent und eine gute Portion Nerven gefragt. Schließlich möchte man sich ja von der Aussicht auf einen Job nach dem Studium nicht gleich ganz verabschieden. Und das ist ohne Praktika schwierig.

Der erste Tag ist natürlich immer eine spannende Sache. Wie werde ich mich mit den Leuten verstehen? Was für Aufgaben kommen auf mich zu? Und was wird mir das Ganze eigentlich bringen? Letztere Frage habe ich mir dann auch noch ein paar Mal beim Plakate zählen, Zettel  kopieren und Druckerpatronen einkaufen, gestellt. Klar, bei einem kleinen, freien Theater mit zirka fünf Eigenproduktionen pro Jahr und einer handvoll Festangestellten muss man natürlich kleinere Brötchen backen, als beispielsweise in einem Staatstheater. Aber der Verdacht drängt sich mir irgendwie auf, dass das, was die Praktikanten am Ende mitnehmen manchmal nicht viel mehr als die Bescheinigung für den Lebenslauf ist. Das ist natürlich von Fall zu Fall unterschiedlich, aber man wünscht sich, als jemand, der seit über vier Jahren Theaterwissenschaft studiert und auch etliche praktische Erfahrungen gesammelt hat, dann doch ein bisschen mehr zugetraut zu bekommen.

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