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Familie und Studium

Von den kleinen Freuden eines Studenten (und seiner Familie)

Seit dem Wochenende haben wir ein Auto. Ein Cabrio sogar. Nur dass man mit Kind leider beim besten Willen nicht mit offenem Verdeck fahren kann. Und, na ja, das Auto gehört uns eigentlich auch nur für die nächsten zwei Wochen. Eine liebe Freundin hat es uns geborgt, so lange bis sie von ihrer England-Reise zurückkehrt. So haben wir die gute Gelegenheit auch gleich intensiv genutzt und konnten bei der Fahrt zu einer Hochzeit von Freunden am Wochenende mal auf das Unternehmen Deutsche Bahn verzichten. Wäre sowieso schwierig geworden, denn die Feier fand auf dem Land in einem schönen Schloss statt, fernab von Bus und Zug. Übernachtet haben wir dann bei Freunden, mit denen wir am nächsten Tag noch das wunderschöne Wetter genießen konnten, bevor wir uns auf den Heimweg begaben. Es ist schon angenehm, mal nicht auf feste Abfahrzeiten angewiesen zu sein. Doch welcher Student kann sich heutzutage noch ein Auto leisten? Kaum einer, möchte man meinen. Anscheinend sind es im Endeffekt aber doch nicht so wenige, denn wenn man mal mit dem Auto zur Uni fährt, ist es schier unmöglich in Uninähe einen Parkplatz zu finden, so dass noch gute 15 Minuten Parkplatzsuche einzuplanen sind, wenn man nicht zu spät zum Seminar kommen möchte. Und da ist derZug doch wieder schneller. Wie auch immer, gerade freue ich mich daran, für ein paar Tage diese Möglichkeit ausschöpfen zu können und danach darf es ruhig auch wieder der Zug sein.

 

Autor: Simon  |  Rubrik: studium  |  May 16, 2008
Autor: Simon
Rubrik: studium
May 16, 2008

Familie und Studium

Gegenrede

Wenn man als interessierter Student mal etwas über das Thema „Studium und Familie" in der Presse liest, kann einem schon schnell die Lust auf Familiengründung oder aber Studium - je nach dem wie man da seine Prioritäten setzt - vergehen. Neulich erschien bei Spiegel Online ein Artikel, dessen Fazit lautet: „Ein Studium ist wenig familienfreundlich". Zudem erfuhren die Leser, dass, laut einer Studie des Studentenwerks, Studenten mit Kind ihr Studium „viermal häufiger als andere" unterbrechen und darum tendenziell auch wesentlich älter sind als kinderlose Kommilitonen, nämlich rund 30 Jahre. Ich möchte dem gänzlich negativen Chor dieses Artikels an dieser Stelle widersprechen und eine Lanze für die Verbindung von Studium und Familie brechen.

Zum einen ist auffällig, dass sich der Artikel eindeutig vor allem auf alleinerziehende Studentinnen bezieht, was jedoch nicht explizit benannt wird. Er ist also auch nicht wirklich repräsentativ für Studierende mit Kind allgemein. Außerdem werden gute Entwicklungen, wie der im Januar neu eingeführte Kinderbetreuungszuschlag als unzureichend abgewertet, obwohl auch gesagt wird, dass es inzwischen an verschiedenen Orten Pilotprojekte und Wettbewerbe gibt, die die Verbesserung der Bedingungen für studierende Eltern fest im Blick haben.

Ein Kind zu haben, ist ein echter Segen und ich denke, man sollte nicht immer alles so schwarz reden, wo viele gute Ansätze erkennbar sind. Wer die Entscheidung bewusst trifft Mama bzw. Papa zu werden - und das sollte ja hoffentlich in der Mehrheit der Fall sein - weiß oder muss zumindest damit rechnen, dass nicht alles so reibungslos und leicht zu managen ist wie als Single. Aber gerade wenn beiden Elternteilen daran gelegen ist, sich um das Kind zu kümmern - was ich jedem Kind wünsche - kann man sich gegenseitig gut Freiräume schaffen und auch als Familie wachsen! Und „entschädigt" wird man vom Nachwuchs sowieso täglich aufs Neue ...

Als ich neulich im Prüfungsamt vorsprach, entgegnete man mir übrigens sofort freundlich, dass eine Verlängerung meiner Studienzeit kein Problem wäre, wenn ich aufgrund meines Kindes länger bräuchte.

Autor: Simon  |  Rubrik: studium  |  May 6, 2008
Autor: Simon
Rubrik: studium
May 6, 2008

Familie und Studium

Mein Frühlings-Adventskalender

Der unbändige Drang meiner Tochter, sich an den Papa, statt an die Mama zu hängen, von dem ich letztes Mal berichtete, war leider schnell wieder verschwunden. Dafür erwartete mich, als ich zwei Tage später von der Uni kam, ein weiterer großer Vorwärtsschritt unserer Kleinen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Heimlich, still und leise hatte sie sich überlegt mal ein bisschen alleine zu Laufen, während ich mich wieder mit meinen Lateinkenntnissen befasste. Fröhlich tapste sie mir plötzlich ein paar Schritte entgegen. Doch als ich diese unglaubliche Neuigkeit meiner Frau mitteilen wollte, hörte ich nur, dass sie das schon den ganzen Tag mache. Inzwischen frage ich mich schon jeden Tag auf dem Heimweg, was mich wohl diesmal Neues erwartet bzw. was ich wieder verpasst haben könnte. Das ist fast ein bisschen so wie beim täglichen Öffnen eines selbstgebastelten Adventskalenders, bei dem man nicht weiß, was er wohl hervorbringen mag. Oft packt man da natürlich erwartungsgemäß eine leckere Süßigkeit aus, so wie meine Tochter mich jeden Tag mit ein paar neuen Worten erfreut, doch manchmal kommt auch eine kleine oder große, tolle Überraschung zum Vorschein (so kenne ich das zumindest von den Adventskalendern meiner Frau). Auf die bin ich jetzt immer besonders gespannt. So hab ich schon im April fast ein bisschen Weihnachtsfeeling ...

 

Autor: Simon  |  Rubrik: studium  |  Apr 25, 2008
Autor: Simon
Rubrik: studium
Apr 25, 2008