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Familie und Studium

Doppelstudium

Eine wissenschaftliche Karriere kommt für mich nicht in Frage. Was eigentlich schade ist, denn ich habe jetzt eine bahnbrechende Entdeckung gemacht, nämlich wo die eigentliche Verbindung  von Studium und Familie zu finden ist: Beide locken einen auf vielfältige Art und Weise noch unentdeckte, verschlungene Pfade zu ergründen. Wo dies im Studium eher auf gedanklicher Ebene abläuft, indem man sich in die Tiefen der Forschungsliteratur und Theorien begibt, um dies dann bestenfalls schriftlich fruchtbar zu machen, passiert es im Familienleben ganz befreiend praktisch. Man könnte natürlich auch da viele Bücher zu Rate ziehen, aber letztendlich entdeckt man die Welt ganz neu, indem man sich einfach auf sein Kind einlässt und mit ihm gemeinsam neues Terrain erobert. Und das ist auch nebenbei gesagt viel abwechslungsreicher als im Studium. Das reicht von Sprache und Motorik bis hin zu Spiel und Natur, um nur mal vier Dinge anzureißen. Man kann Familienleben ja auch mit einem kleinen Ausbildungsbetrieb vergleichen. Und wir Eltern wären dann die Lehrer der Kunst des Lebens. Wobei wir schon wieder beim Studium sind. Auch da bin ich ja am Ende (und ich schätze mich glücklich da zu einer aussterbenden Art zu gehören) mit meinem Abschluss ein „Lehrer der Künste" (Magister Artium). Im Prinzip mache ich also eine Art Doppelstudium. Nur dass der Abschluss in Familien- und Erziehungswissenschaft noch in weiter, weiter Ferne liegt ...

 

Autor: Simon  |  Rubrik: studium  |  Sep 23, 2008
Autor: Simon
Rubrik: studium
Sep 23, 2008

Familie und Studium

Prioritäten setzen (Teil 2)

Ich habe ja versprochen, euch ein bisschen am Alltags-Strukturierungsprozess teilhaben zu lassen. Aber dann ist mal wieder so viel interessantes passiert, dass ich das ganz vergessen habe. Aber heute möchte ich diesbezüglich mal das Thema Schlaf unter die Lupe nehmen.

Seit meine Tochter geboren ist, hat sich bei mir ein inzwischen wahrscheinlich kilometerlanges Schlafdefizit angesammelt, was sicherlich keine Seltenheit ist bei frisch gebackenen Eltern, sich aber doch langsam wieder einpendeln sollte, denn so frisch sind wir ja nun auch nicht mehr nach eineinhalb Jahren. Eher ins Bett komme ich aber irgendwie trotzdem nur selten. Deshalb schleicht sich dann abends vermehrt der berühmte Sandmännchen-Sand in meine Augen, was in so fern ungünstig ist, als das natürlich die optimale Zeit ist, um zu lernen und Hausarbeiten zu schreiben, wenn niemand mehr am Hosenbein zerrt, der unbedingt dies oder das möchte.

Das frühe Aufstehen gefällt mir eigentlich ganz gut. Dazu muss ich sagen, dass unsere Tochter im Vergleich zu anderen Altersgenossen noch sehr human ist mit ihren Aufstehzeiten. Aber für einen Studenten liegt meine Weckzeit wohl weit außerhalb des Durchschnitts. Die Verschiebung des Tages nach vorn hat bei mir aber indes noch nicht ganz funktioniert, sondern der Tag ist einfach länger geworden und das schlaucht echt mit der Zeit. Mein Ziel ist also nun, die Wachzeit wieder zu verkürzen, auch wenn dann abends nicht so viel ruhige Arbeitszeit bleibt, die muss eben auch irgendwie nach vorne wandern (die wird ja aber dann auch effektiver, wenn man ausgeschlafen ist). Meine Tochter jedenfalls denkt gar nicht daran mit sich bezüglich einer späteren Aufwachzeit reden zu lassen.

Autor: Simon  |  Rubrik: studium  |  Sep 1, 2008
Autor: Simon
Rubrik: studium
Sep 1, 2008

Familie und Studium

Betrachtungen zur Gruppendynamik in Uni-Bibliotheken

Um ein bisschen Abwechslung ins Hausarbeitsschreiben zu bringen, gehe ich jetzt auch manchmal in eine andere Uni-Bibliothek. Da kann ich schnell mit dem Fahrrad hinfahren und tue mir also auch gleich mit Bewegung und Frischluft etwas Gutes, was sonst schnell mal zu kurz kommen kann bei so viel schreiben und denken. Wobei man zum Thema Frischluft ja sagen muss, dass die Bibliothek klimatisiert ist.

Jedenfalls sitze ich so oben auf Ebene drei und schaue ein bisschen nach unten (man muss sich das wie eine Empore vorstellen mit Metallgeländer, von der man sich die unteren zwei Ebenen bequem betrachten kann), da fällt mein Blick auf einen Laptop, der an besagtem Geländer mit einem Laptopschloss angeschlossen ist. Dann noch einer. Und noch einer. Bis ich merke, dass es da eigentlich keinen Arbeitsplatz gibt an dem kein angeschlossener Laptop steht. Ziemlich heißes Pflaster hier, denke ich mir und traue mich fortan nicht mehr auf die Toilette zu gehen. Mal nachforschen, was so ein Schloss eigentlich kostet.

Ein paar Tage später bin ich doch ganz erleichtert, nicht der einzige ohne zu sein. In der Hauptbibliothek hat nämlich komischerweise niemand ein solches Schloss, obwohl die Laptops auch nicht billiger, die Studierenden genauso pausenfreudig und die Diebstahlquote schätzungsweise nicht höher sind.

 

Autor: Simon  |  Rubrik: studium  |  Aug 28, 2008
Autor: Simon
Rubrik: studium
Aug 28, 2008