interaktiv

Familie und Studium

Doppelstudium

Autor:
Simon

Rubrik:
studium

23.09.2008

Eine wissenschaftliche Karriere kommt für mich nicht in Frage. Was eigentlich schade ist, denn ich habe jetzt eine bahnbrechende Entdeckung gemacht, nämlich wo die eigentliche Verbindung  von Studium und Familie zu finden ist: Beide locken einen auf vielfältige Art und Weise noch unentdeckte, verschlungene Pfade zu ergründen. Wo dies im Studium eher auf gedanklicher Ebene abläuft, indem man sich in die Tiefen der Forschungsliteratur und Theorien begibt, um dies dann bestenfalls schriftlich fruchtbar zu machen, passiert es im Familienleben ganz befreiend praktisch. Man könnte natürlich auch da viele Bücher zu Rate ziehen, aber letztendlich entdeckt man die Welt ganz neu, indem man sich einfach auf sein Kind einlässt und mit ihm gemeinsam neues Terrain erobert. Und das ist auch nebenbei gesagt viel abwechslungsreicher als im Studium. Das reicht von Sprache und Motorik bis hin zu Spiel und Natur, um nur mal vier Dinge anzureißen. Man kann Familienleben ja auch mit einem kleinen Ausbildungsbetrieb vergleichen. Und wir Eltern wären dann die Lehrer der Kunst des Lebens. Wobei wir schon wieder beim Studium sind. Auch da bin ich ja am Ende (und ich schätze mich glücklich da zu einer aussterbenden Art zu gehören) mit meinem Abschluss ein „Lehrer der Künste" (Magister Artium). Im Prinzip mache ich also eine Art Doppelstudium. Nur dass der Abschluss in Familien- und Erziehungswissenschaft noch in weiter, weiter Ferne liegt ...

 

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