interaktiv

Familie und Studium

Abends steht die Lernuhr still

Autor:
Simon

Rubrik:
orientieren

11.11.2008

Familie und Studium - das heißt immer auch nur bedingte Planbarkeit, wie ich jetzt wieder feststellen durfte. Denn so ein knapp zweijähriges Kind hat eben noch nicht so den Drang, sich unbedingt an Mamas oder Papas Planungen zu halten.

Das ist einerseits schön, weil man lernt, dass man nicht immer alles auf Biegen und Brechen so durchziehen muss, wie man sich das vielleicht vorher ausgemalt hat. Andererseits kann einem da auch schon hin und wieder der Kopf rauchen, denn wenn es schon nicht nach Papa gehen darf, will sich dafür manchmal umso mehr der kleinste Kopf der Familie durchsetzen. Im Volksmund nennt man das auch Trotzphase. Da ist dann ganz viel Geduld angesagt. Und Zeit. Wenn man diese aber gerade zum Lernen, Hausarbeitschreiben oder zum Pauken von Latein-Vokabeln eingeplant hatte, gerät selbst der geduldigste Studentenpapa irgendwann ins Rudern. Und da kommt dann wieder das Prioritäten setzen ins Spiel. Denn wenn die Zeit am Vor- und Nachmittag effektiv fürs Studium genutzt wird, kann abends ohne Probleme Papa-Zeit sein. Und dann sind auch ausgedehnte, ein- bis zweistündige Abendessen oder In-den-Schlaf-sing-Marathons kein Problem.

Diesen Artikel teilen